Nach dem 3:2-Overtime-Erfolg gegen die Slowakei zum Auftakt am Donnerstag verlor Österreichs Herreneishockey Nationalteam am Samstag beim Deutschland Cup 2022 in Krefeld gegen Gastgeber Deutschland. Am Sonntag folgt das abschließende Match gegen Dänemark ab 11:00 Uhr.

„Wir haben meiner Meinung nach 50 von 60 Minuten gut bis sehr gut gespielt, konnten absolut mit der Intensität und dem Tempo der Deutschen mithalten, waren auf Augenhöhe“, resümierte Head Coach Roger Bader nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge.

Vor 3.310 Zusehern starteten beide Teams äußerst energisch in die Partie. Von Beginn weg wurde physisch hart um die Scheibe gekämpft, war das Tempo enorm hoch. Die Gastgeber agierten dabei zunächst etwas gefährlicher in der Angriffszone, setzten Österreich unter Druck. In der 6. Minute verwerte Andreas Eder einen Querpass und schob den Puck zum 1:0 über die Linie. Wie viel Emotion in diesem Spiel lag, zeigten David Maier und Daniel Schmölz, die sich am Eis einen Fight lieferten, der beiden eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einbrockte. Simeon Schwinger wurde in der 17. Minute wegen Beinstellens auf die Strafbank versetzt. Deutschland nutzte die Überzahl, schnürte Österreich in der eigenen Zone ein und stellte durch Tobias Eder auf 2:0.

Die zweiten zehn Minuten im ersten Abschnitt waren auch aus Sicht von Roger Bader die einzige Phase, in der Deutschland den Ton angab: „Da haben wir uns selber geschadet indem wir zu kompliziert mit der Scheibe agiert haben, zu viele diagonale Pässe gespielt haben und das ein oder andere Dribbling zu viel war. Das führte zu Scheibenverlusten, wodurch Deutschland das Momentum gewonnen hat.“
Rot-weiß-rote Attribute

Im zweiten Drittel spielte die junge rot-weiß-rote Truppe wieder jene Attribute aus, die sie charakterisieren: frühes Forechecking, den Gegner mit hohem Tempo unter Druck setzen und geradlinig zum Tor ziehen. So erspielte man sich einige hochkarätige Chancen, scheiterte Teils mit Pech am deutschen Schlussmann. Auch David Kickert im Kasten der Österreicher zeichnete sich mehrfach aus, musste jedoch in der 29. Minute Treffer Nummer drei hinnehmen.

Österreich war in den zweiten 30 Minuten immer wieder nah dran am 1:3, kämpfte verbissen um den ersten Treffer im Spiel. Am Ende blieb es beim 3:0 für die Gastgeber, die die Tabelle damit mit fünf Punkten vor Dänemark (3), Österreich (2) und der Slowakei (2) anführen. Roger Bader: „Der Unterschied von drei Toren war aus meiner Sicht nicht gegeben. Dennoch geht der Sieg Deutschlands in Ordnung.“

Nur 15 Stunden später wartet zum Abschluss des Deutschland Cup Sonntagvormittag um 11:00 Uhr Dänemark. „Das ist natürlich eine große physische Belastung, das wussten wir aber bereits im Vorfeld. Mit Dänemark wartet nochmals eine sehr gute Mannschaft auf uns und genau das wollen wir – Wir wollen, dass uns gute Gegner herausfordern. Diese Aufgabe verlangt von uns nochmals ein sehr diszipliniertes Spiel und ich hoffe, dass wir bis morgen gut regenerieren können“, so der Ausblick von Roger Bader.