Für Österreichs Herreneishockey Nationalteam gab es beim 2:1-Sieg gegen Slowenien zum Abschluss des Vier-Nationen-Turniers in Jesenice ein wahres Déjà-vu.

Den Slowenen war von der ersten Minute an anzumerken, dass sie sich mit Händen und Füßen gegen eine dritte Niederlage in ihrem Heimturnier stemmen wollten. Die ersten zehn Spielminuten im ersten Drittel gehörten aber ganz klar Österreich. Man drängte auf die Führung. Slowenien wusste sich teilweise nur mit Fouls zu helfen, kassierte auch prompt zwei Zweiminutenstrafen in dieser Phase.

In der 11. Minute wurde Slowenien dann erstmals gefährlich, war nun im Spiel angekommen. Die Österreicher konnten aber im Tor einmal mehr auf David Madlener vertrauen. Die Torhüterleistungen im gesamten Turnier von Madlener und Alexander Schmidt gilt es generell hervorzuheben.

Mit 0:0 ging es erstmals in die Kabine. Das Tempo blieb nach Wiederbeginn weiter hoch. Nach 25:18 Minuten fasste Thimo Nickl die erste Zeitstrafe gegen Österreich aus und die nutzten die Gastgeber auch prompt zur 1:0-Führung.
Österreich mit aggressivem Forechecking

Österreich reagierte mit aggressivem Forechecking, setzte Slowenien gehörig unter Druck und belohnte sich in der 31. Minute durch den Treffer von Felix Maxa, der aus einem Konter heraus, zum 1:1 einnetzte. Mit diesem Spielstand ging es noch einmal in die Kabinen.

In das letzte Drittel starteten die Österreicher in Unterzahl, nachdem Marco Kasper wenige Sekunden vor der Sirene eine Zweiminutenstrafe ausfasste. Jener Marco Kasper sollte schließlich gut 20 Minuten später zum großen Helden avancieren.

Wie schon gegen Belarus und Frankreich endete das Spiel gegen Slowenien nach 60 Minuten Unentschieden (1:1). In der Overtime startete Marco Kasper aus einem Konter heraus alleine auf das slowenische Tor zu, wurde kurz davor von hinten gefoult. Den fälligen Penalty trat der 17-Jährige selbst an und schob die Scheibe zum 2:1-Sieg ins Tor.

Head Coach Roger Bader: “Ich bin super happy wie die Mannschaft heute gespielt hat. Sie hat heute ihr bestes Spiel abgeliefert. Wir wurden eigentlich jedes Spiel besser und besser, haben heute sehr geradliniges, vertikales Eishockey gespielt, so wie ich mir das vorstelle. Zudem sind wir sehr gutes Forechecking gefahren. Ich glaube, das hat den Gegner auch gestört, dass wir so gut gekämpft haben, viel Körperspiel gespielt haben und das doch nach einer intensiven Woche. Ich bin super happy und auch stolz, wie die Mannschaft das gemacht hat.”

Marco Kasper: “Es fühlt sich natürlich super an, die Partie zu gewinnen, das entscheidende Tor zu schießen. Ich finde das ganze Team hat super gefightet. Wir haben eine super Teamleistung abgeliefert, in jedem Spiel eine super Tormannleistung gehabt, konnten zwei Spiele gewinnen. Die Slowenen haben gut gekämpft, sind viel eisgelaufen, aber wir haben gut dagegengehalten.”

 

Foto: Bernd Stefan