Ein hoher Sieg gegen Italien reicht für Österreich nicht mehr zum Sieg des Olympia-Qualifikationsturniers. Dänemarks Qualifikation stand schon vorher fest, so hatte dieses Spiel über eine Standortbestimmung hinaus keine Bedeutung mehr.

Italien von Anfang an hellwach und mit der ersten guten Gelegenheit. Und die starke Startphase wurde belohnt: Chelsea Furlani staubt vor dem Tor zur 0:1-Führung ab.

Den Österreicherinnen kam eine Überzahl in der 6. Minute zu Nutzen, um zwar nicht zu treffen, aber besser im Spiel anzukommen. Die Kräfteverhältnisse verschoben sich nun zusehends. Italiens Torfrau Martina Fedel war mehr und mehr gefordert.

In der 13. Minute musste sie sich das erste Mal geschlagen geben, als Anna Meixner im Alleingang abzog. Knapp vier Minuten später der nächste erfolgreiche österreichische Alleingang. Janine Weber spielte Fedel aus und traf mit der Rückhand über den Schoner ins Tor. Österreich weiter am Drücker, doch es blieb beim 2:1.

Die ersten Minuten des Mittelabschnitts gehörten den Italienerinnen, welche die Österreicherinnen gehörig unter Druck setzten und mit ihrer Hartnäckigkeit überzeugten. Die weiteren Minuten verliefen ausgeglichen. Eine italienische Überzahl zur Spielmitte war ebenfalls ausgeglichen: Zwar spielten die Blauen ein gutes Powerplay, aber nach zwei Scheibenverlusten kamen die schnellen Österreicherinnen zu Großchancen.

In der 35. Minute musste Martina Fedel zum dritten Mal hinter sich greifen, Torschützin war Annika Fazokas. Die gefährlicheren Torchancen hatte Österreich, auch wenn sich Italien wehrte und es hin und her ging. Mit 3:1 gingen beide Teams in die Kabine.

Italien investierte im letzten Drittel alles, aber es machte sich doch ein Unterschied in der Qualität bemerkbar, angesichts der sehr dünnen Spielerinnendecke nachvollziehbar. Trotz vier Gegentreffern gefiel Martina Fedel durch ihre starken Paraden. Somit ein leichtes Übergewicht zugunsten der Österreicherinnen, als Antonia Matzka ein Powerplay in der 51. Minute zur endgültigen Entscheidung nutzte. Du knapp drei Minuten vor dem Ende schraubte Matzka auf 5:1 hoch. Ein zunächst gutes italienisches Powerplay mündete in einem Scheibenverlust, und Anja Trummer ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und schloss zum 6:1-Endstand ab.

Ähnlich wie Deutschland ein wertloser Sieg für die Alpenrepublik, die durch die knappe Niederlage gegen Dänemark nicht an die Sensation gegen Deutschland anknüpfen konnte. Italien blieb das Tanzen der Nationalhymne bei diesem Turnier verwehrt, aber die Squadra zeigte wieder ihr großes blaues Herz und holte alles raus, was herauszuholen war.

14.11.2021 Österreich Italien 6:1 (2:1, 1:0, 3:0)

 

Foto: J.Simecek