(Nationalteam) Die B-WM 2021 in Ljubljana fällt aufgrund der Covid-19 Pandemie bekanntermaßen ins Wasser. Der slowenische Verband lädt denoch zu einem sogenannten “beat-Covid-19-Torunament” ein. Die Österreichische Nationalmannschaft steckt derzeit mitten in der Vorbereitungsphase. Nach den beiden Niederlagen in der Slowakei haben wir uns mit Teamchef Roger Bader unterhalten.

Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung?

 

Bader: Die Testspiele, welche wir bisher hatten, sind nicht nur als Vorbereitung für das WM Ersatzturnier gedacht. Wir bewirtschaften stets mehrere Ziele (kurz-, mittel-, und langfristige Ziele) , wenn wir mit dem Nationalteam Testspiele vereinbaren. Wir nehmen uns ein Vorbild an den Top-12 Nationen (weil dort wollen wir hinkommen) und setzen stets viele junge Spieler in solchen Spielen ein. In den vergangenen drei Wochen haben rund 10 Spieler ihr erstes Spiel im Nationalteam (Erwachsenen Team) gespielt. Viele von ihnen waren gar im Dezember noch in Edmonton an der U20 Weltmeisterschaft im Einsatz. Diese Spieler werden in den nächsten 2 – 4 Jahren der Stamm der Nationalmannschaft sein. So zu agieren ist weitsichtig und wichtig!

 

Unter der Berücksichtigung, dass von so einer jungen Mannschaft nicht erwartetet werden darf, dass wir bestandene A-Nationen wie Weißrussland, Tschechien und Slowakei schlagen können, bin ich mit der Entwicklung der Spieler und der Mannschaft sehr zufrieden. Wir können von Spiel zu Spiel besser mithalten. Einige Spieler haben gar eine Entwicklung gemacht, welche uns selber überrascht hat. Zu erwähnen ist noch, dass diese Gegner selbst dann klarer Favorit gegen uns sind, wenn wir komplett antreten würden.

 

Besonders in der Defensive konnte man sich gegen die Slowaken verbessern. Was wurde nach dem Turnier in Budapest taktisch verändert?

Bader: Wir haben nicht taktisch etwas verändert. Wir sind einfach immer besser in der Lage mit dem Tempo und der Intensität der Gegner mitzuhalten. Das hat dann auch Einfluss auf den defensiven Output.

 

In der vergangenen Woche stießen einige Spieler dazu. Mit wem kann man für das “Beat Covid-19 Turnier” noch rechnen?

Bader: Für Camp 4 in Telfs & Bozen stoßen noch die beiden KAC Spieler Manuel Ganahl und Lukas Haudum dazu. Dazu ist Lukas Kainz wieder fit. Möglich, dass für das Turnier in Ljubljana noch die beiden Rögle – Spieler Thimo Nickl und Marco Kasper dazustossen.

 

Am kommenden Wochenende geht es gleich zweifach gegen Italien. Was erwarten Sie sich von den Italienern, welche mit zahlreichen Finalisten aus Bozen antreten?

Bader: Die Italiener werden am Tag nach der zweiten Partie gegen uns nach Riga zur A-WM fliegen. Sie treten also mit ihrem kompletten WM-Kader an. Das heißt, nicht nur alle Spieler von Bozen sind dabei, sondern auch ihre Ausland Profis.

 

Die Mannschaft ist auch neben dem Eis sehr aktiv und die Stimmung scheint gut trotz dem Ausfall der B-WM. Wie wichtig ist der Spaß neben,- für das sportliche auf dem Eis?

Bader: Wir haben wirklich eine außergewöhnlich gute Stimmung, obwohl wir hart trainieren, um die erforderliche Spielintensität zu erlangen. Vielleicht auch gerade deshalb – die Spieler machen Fortschritte, es werden alle gleich und mit Respekt behandelt. Das gefällt den Spielern, sie fühlen sich geschätzt. Wir Coaches machen eine hervorragende Arbeitsmoral aus, welche auch für uns sehr motivierend ist.

 

Zu ihnen: Sie haben den Vertrag beim Österreichischen Eishockey Verband verlängert. Was war ausschlaggebend dafür?

Bader: Ich bin sehr gerne und mit Stolz Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Ich freue mich jeden Tag auf die Menschen in und rund um die Nationalmannschaft, auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit. Ich bin jemand, der gerne etwas voranbringt und weiterentwickelt. Ich liebe den Wettkampf und freue mich auf alle Herausforderungen! Diese Gelegenheit, auch vom neuen Präsidium erhalten zu haben, ehrt mich sehr und treibt mich an. Ich zahle es mit Know How und Professionalität zurück.