Die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft kann mit dem bisherigen Verlauf der IIHF WM 2022 in Finnland zufrieden sein. Nach dem Punktgewinn gegen Topfavorit USA folgte ein starker 2:1 Erfolg nach Penaltyschießen gegen Tschechien, der Klassenerhalt damit so gut wie sicher. Die Reise nach Prag, wo im Frühjahr 2023 die nächste Weltmeisterschaft über die Bühne gehen wird, kann geplant werden. Maßgeblichen Anteil am Rot-Weiß-Roten Erfolg hat auch Brian Lebler, welcher nach dem Titelgewinn mit Red Bull Salzburg in der heimischen Eishockey-Liga nahezu vor Selbstvertrauen strotzt.

Am 16.Juli 1988 kam Brian Lebler in Klagenfurt am Wörthersee zur Welt und schnürte sich, ebenso wie Vater Edward, schon im frühen Kindesalter die Schlittschuhe. Eine weitere Parallele ist im Werdegang zu erkennen. Vater und auch Sohn Lebler gingen früh in ihrer Karriere in Übersee auf Torejagd. Über zahlreiche Unterhaus-Ligen spielte sich der junge Lebler 2010 in den Fokus der Black Wings Linz, wo er bis heute unter Vertrag steht. Schon in der ersten Saison an der Donau sicherte sich Lebler den Liga-Titel mit den Linzern und zeigte auch in den Jahren danach kontinuierliche Leistungen, welche den protzigen Stürmer zum Besten der Liga werden ließen.

Nur 2015/2016 gab das Offensiv-Ass ein kurzes Intermezzo bei DEL-Klub Ingolstadt ab, fühlte sich der Offensiv-Allrounder in der Deutschen Eishockey Liga aber nie so wohl wie in der Stahlstadt.

Kurzes Gastspiel in Deutschland

Die Rückkehr zum EHC, sie schien die einzig richtige Lösung. Denn auch in der Folge zeigte der Linksschütze Jahr für Jahr außergewöhnlich starke Leistungen bei den Oberösterreichern, welche in den letzten Jahren allerdings innerhalb der Organisation begannen zu bröckeln. Die Black Wings Linz, einst Publikumsmagnet in der Eishockey-Liga, hatten zwei Jahre lang ein Jahresabo der Roten Laterne und bildeten in der internationalen Liga stets das Schlusslicht. Klub aber auch das Team ermöglichten dem Austro-Kanadier im vergangenen Winter ein Leihgeschäft mit dem ambitionierten Rivalen aus der Mozartstadt, war der Titelhunger des Kapitäns einfach nicht zu stillen.

Per Leihe zum Titelgewinn

Mit dem EC Red Bull Salzburg hob Lebler dann im April die heißbegehrte Trophäe nach überragenden Playoffs ohne Niederlage in der win2day Ice Hockey League. Die Anhängerschaft der Eis-Bullen schlossen den bulligen Stürmer prompt in ihr Fan-Herz, ein Verbleib jedoch ausgeschlossen und aufgrund der Vertragslage nicht zu realisieren. Nach der WM in Finnland geht die Reise zurück zum EHC nach Linz, wo mit neuem Management und neuem Team der erhoffte „Restart“ gelingen soll.

Stahlstadt als sportliche „Heimat“

Dass Lebler auch dann wieder das „C“ auf der Brust tragen,- und zu 100% Linzer sein wird, steht außer Zweifel. Denn auch mit 494 Liga-Einsätzen und satten 490 Scorerpunkten ist der mittlerweile 33-Jährige Brian Lebler nicht nur das um und auf der Black Wings, sondern auch der ÖEHV-Crew. Die Steinbach Black Wings Linz bilden auch künftig wieder die sportliche Heimat von Brian Lebler.

 

 

Foto: Guntis Läzdäns