Herr Zeh, vielen Dank, dass Sie sich am Rande des Red Bulls Salute 2022 die Zeit nehmen, um uns ein paar Fragen zu beantworten.

Wie zufrieden sind Sie, dass dieses Turnier auch in diesem Sommer wieder hier in Kitzbühel stattfindet?

Wir sind sehr zufrieden, dass das Salute zum viertel Mal in Folge hier in Kítzbühel stattfindet. Gerade zu Zeiten der Pandemie ist es eine Herausforderung und dieses Jahr sind vier absolute Top-Mannschaften des Internationalen Eishockeys hier. Alle vier Teams spielen in der Champions League! Das Turnier war noch nie so gut besetzt und darauf sind wir natürlich sehr stolz. Ich habe alle Mannschaften begrüßt und es war wahrlich ein tolles Erlebnis, denn das “Who is Who” des Eishockeys ist hier in Kitzbühel. Das ist vergleichbar, wenn im Fussball Bayern München und Real Madrid und vielleicht noch Manchester United in einer Stadt sind.

Kommen wir zu ihrem Verein, den Adlern. In der Sommerpause ist viel passiert. Neuer Trainer, neue Spieler und auch Änderungen in der Liga. Was erwarten Sie von den Adlern in der kommenden Saison?

Zunächst wollen wir Zell am See zwei Mal im Derby schlagen (lacht) und dann möchten wir natürlich unter die ersten sieben oder acht Mannschaften kommen und uns so für die Playoffs qualifizieren. Das ist mit unseren neuen Trainern und Spielern das Ziel, welches wir auf jeden Fall erreichen möchten. Die Mannschaft hat ein neues Gesicht bekommen und auch im Präsidium haben wir uns breiter aufgestellt, so können wir auf dem Eis mehr Power zünden.

Headcoach Marco Pewal sagte kürzlich bei uns, es muss eine Kultur in den Verein gebracht werden. Auch sprach er von einer Vision, mit jungen Spielern zu arbeiten und diese bestmöglich auszubilden, damit diese den Sprung in die Bundesliga schaffen. Welche sportliche Erfolge verfolgt der Verein.

Wir waren noch nie ein Ausbildungsverein und werden das auch in der Zukunft nicht sein! Wir haben mit Villach einen neuen Partner, machen unseren Job hier in Kitzbühel und sind sehr stolz auf unser neues Präsidium. Wir haben hochrangige Personen im Klub. Zum Beispiel aus der Wirtschaft oder dem Sport. Wir werden unseren Weg gehen und ich kann sagen, dass wir in den nächsten Jahren oben angreifen möchten.

Wir haben die finanziellen Mittel, neue tolle Sponsoren und werden alles dafür tun. Wir sind die Sportstadt Kitzbühel!

Mit Feldkirch und Asiago hat die Alps Hockey League zwei Top-Klubs verloren. Ist es heuer so einfach wie nie, dass ein österreichischer Verein den AHL Titel holt?

Es gibt Ritten und andere Kandidaten, Zell am See zählt sicher auch zu den Favoriten. Wir werden uns nicht als Favorit benennen, sondern wollen hart arbeiten und in die Playoffs kommen. Wir wollen ein besseres und dynamisches Eishockey zeigen und wieder mehr Leute in die Halle lotsen, dann gehen wir Schritt für Schritt. Die Saison ist lange und auch die Verletzungen spielen eine Rolle. Es kann also viel passieren.

Herr Zeh, zum Abschluss: Sie machen sehr viel für den Verein. Was treibt Sie hier beim KEC an?

Ihr seht das Red Bulls Salute, welches zum vierten Mal in Kitzbühel ausgetragen wird und diesmal mit einer Top Besetzung. Wir arbeiten bereits an neuen Formaten für die Zukunft. Kitzbühel ist eine Sportstadt und wir investieren hier viel Zeit und auch Geld, aber es macht sehr viel Spaß und wir haben noch einiges vor. Als nächstes Highlight ist zu erwähnen, dass der Penny-DEL Club Iserlohn Roosters hier bei uns ein Trainingslager abhalten und ein Testspiel gegen Innsbruck bestreiten wird.

Interview: Christian Diepold
Foto: eishockeyonline.at