Der EC Red Bull Salzburg gastierte beim letzten Gruppenspiel der Champions Hockey League Gruppenphase beim HC Fribourg-Gottéron. Während Fribourg-Gottéron uneinholbar die Tabelle E anführt, fehlten Salzburg noch wichtige Punkte. Mit einem Sieg nach 60 Minuten wäre den Red Bulls der Einzug in die Achtelfinals ohne fremde Hilfe gelungen. Doch es ging bis ins Shootout und dank Hilfe auf fremden Eis in Stavanger konnten die Österreicher doch noch jubeln.

Red Bulls nehmen knappen Vorsprung in die Pause / Lucas Thaler mit dem Tor!

Lasse Kuokkanen erzielte vor genau einer Woche das einzige Tor in Salzburg. Bei Fribourg-Gottéron stand mit Loïc Galley ein 20-jähriger ehemaliger Fribourg-Nachwuchstorhüter zwischen den Pfosten, da sich Stammgoalie Reto Berra kürzlich verletzte und Ersatztorhüter Connor Hughes mit grosser Wahrscheinlichkeit am Freitag wieder in der Liga im Einsatz stehen wird.

Die Red Bulls waren auswärts gefordert. Da kam eine Strafe gegen Florian Baltram nach wenigen Minuten nicht gerade gelegen. Und doch überstanden die Red Bulls das Boxplay unbeschadet. Nachdem Fribourg wenig später den Puck nicht aus der Zone brachte, sorgte Philipp Krening für einen Querpass auf Lucas Thaler und dieser schoss den Puck direkt ins Netz.

Bei einer erneuten Strafe gegen Salzburg verzeichnete Gottéron die besseren Chancen als in der ersten Überzahl. Sandro Schmid versuchte es und der Schuss von Andrej Bykov ging nur knapp am Torpfosten vorbei. Auf der anderen Seite war Paul Huber nahe am 0:2 und Mauro Jörg scheiterte nach einem schönen Solo aus der Mittelzone heraus an Atte Tolvanen.

Salzburger Fehler bescherte Fribourg-Gottéron den Ausgleich und zusätzlichen Aufwind

Im Mitteldrittel sorgten die Gäste aus Salzburg für die ersten guten Chancen. Dabei kam ihnen ebenfalls eine Strafzeit gegen Nathan Marchon gelegen. Die erste Hälfte der Strafe ging rasch um, Versuche gab es aber zwingende Abschlüsse fehlten. Dann vertändelten die Salzburger den Puck bei einer Angriffsauslösung und überliessen diesen dem Gegner. Mauro Jörg brachte den Puck in Unterzahl aufs Tor, Tolvanen liess abprallen und Samuel Walser sagte „Merci“ und verwertete zum 1:1.

Chay Genoway hatte kurz darauf eine gute Möglichkeit, dann fing man in der neutralen Zone einen Konter ein. Sandro Schmid wurde aus der Mittelzone an der offensiven blauen Linie mustergültig angespielt und erwischte Tolvanen mit der Rückhand ins hohe Eck. Langsam kam Stimmung bei den Fans auf. In der 34. Minute drückte Salzburg auf den Ausgleich und Oskar Maier zog alleine auf Galley, der bis dahin ein tadelloses Spiel zeigte. Mit der knappen Führung ging es in den Schlussabschnitt.

Peter Hochkofler mit dem erlösenden Ausgleichstreffer

Tolvanen vereitelte zu Beginn des Schlussdrittels eine super Abschlusschance von Kilian Mottet, der den Puck nicht ins halboffene Tor unterbrachte. Salzburg musste nun alles nach vorne werfen und lauerte gleich in einen 2-1-Konter, den Fribourg aber nicht verwertete. Immerhin lag man vorerst nur mit einem Tor zurück. Doch beinahe wäre Tolvanen ein drittes Mal bezwungen worden. Marchon scheiterte nach einem Salzburger Puckverlust am stark agierenden Tolvanen.

Nach einem guten Ablenkungsversuch von Hochkofler ging der Abschluss von Huber Milimeter am Tor vorbei. Salzburg setzte weiter auf Offensive und so war es Hochkofler, dem das 2:2 in der 52. Minute nach einem Abpraller doch noch gelang. Genau acht Minuten vor Schluss entwischte Marchon in einem Powerplay der Salzburger, doch Tolvanen rettete mit einem Big Save. Fribourg machte in den Schlussminuten das Spiel, aber keine Tore mehr.

Overtime & Shootout

Einzig Mauro Dufner kam zu einem guten Abschluss in der Overtime und so musste das Shootout über Sieg oder Niederlage entscheiden. Dort vergaben die ersten neun Schützen, ehe Sandro Schmid als Einziger traf und das Spiel für Fribourg entschied. Doch Red Bull Salzburg konnte dennoch jubeln. Mit dem Punktgewinn und dem besseren Torverhältnis und den Siegen in den Direktduellen gegen Stavanger, ist die Equipe von Matt McIlvane eine Runde weiter.

Spielstatistiken

Fribourg, 12.10.2022
HC Fribourg-Gottéron – EC Red Bull Salzburg 3:2 n.V. (0:1|2:0|0:1|1:0)

Tore:
0:1|07.|Lucas Thaler (Krening)
1:1|26.|Samuel Walser (Jörg) SH
2:1|28.|Sandro Schmid (Mottet, Chavaillaz)
2:2|52.|Peter Hochkofler (Bourke)
3:2|65.|Sandro Schmid SO

Best player of the game:
Fribourg: Loïc Galley
Salzburg: Philipp Krening

Zuschauer: 4‘787 (53,6% Auslastung)

 

Artikel: Roman Badertscher
Foto: eishockeyonline.at Archiv