(IIHF WM 2021) Nick Paul traf in der Verlängerung (67.) zum 2:3 Siegtreffer für Kanada und sicherte den Ahornblätter damit den 27. WM Titel, mit dem man mit Russland gleichzieht. Finnland konnte eine zweimalige Führung nicht für die Titelverteidigung nutzen und muss sich mit Silber zufrieden geben.

Kanada war mit drei Niederlagen in die Weltmeisterschaft gestartet und qualifierte sich nur durch die Schützenhilfe von Deutschland im letzten Spiel für das Viertelfinale. Danach waren die Kanadier aber gegen Russland, USA und im Finale gegen Finnland erfolgreich. Man konnte sich damit für das letzte verlorene Finale 2019 in Bratislava revanchieren. Finnland dagegen hatte im gesamten Turnier nur diese eine Niederlage zu verzeichnen und setzte sich in einem Herzschlag-Halbfinale knapp gegen eine bessere deutsche Mannschaft durch.

 

In einem spannenden und engen Finale, dass von beiden Teams mit wenigen Fehlern und zwei Top-Torhütern bestimmt wurde, gelang es den Skandinaviern nicht eine zweimalige Führung über die Zeit zu bringen. Finnland ging in der 9. Minute in Front und musste dann im zweiten Drittel bei einer der wenigen Überzahlsituationen den Ausgleich hinnehmen. Gegen Ende des zweiten Spielabschnitt gelang den Ahornblättern, die vermeindliche Führung, doch durch eine Coach-Challenge wurde der Treffer danach wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben.

Die letzten zwanzig Minuten der regulären Spielzeit waren sehr spannend und erneut gingen die Finnen in Führung (46.), doch es gelang den Suomi nicht diese Führung auszubauen, denn als Kanada wieder ein Powerplay hatte, folgte eines der schönsten Tore bei dieser WM durch den Kapitän Andrew Henrique (53.). Mit diesem zweiten Ausgleich hatte man das Gefühl, dass das Momentum auf Seiten der Ahornblätter war. In der anschliessenden Verlängerung standen beide Goalies im Mittelpunkt und Nick Paul traf in der 67. Minute zum 2:3 Siegtreffer.

 

Für Deutschland gab es nach dem verlorenen kleinen Finale gegen die USA einen weiteren Grund Stolz zu sein, denn Moritz Seider und Korbinian Holzer wurden von der IIHF als Abwehrspieler in das WM-Team gewählt.