In der heimischen Eishockey-Liga geht es auch an diesem Wochenende Schlag auf Schlag weiter. Die Topteams der Liga, Tabellenführer Ljubljana und Verfolger Fehervar AV19 hatten am Freitag viel zu tun. Für die Slowenen wurde es ein besonders langer Abend. Der neue Black Wings Coach Raimo Summanen wurde es ein Einstand nach Maß. Die Oberösterreicher schossen sich gegen den Leader den Frust von der Seele. Auch die Graz 99ers feierten einen Heimsieg, ebenso der Villacher SV gegen die Vienna Capitals. Nachsitzen musste am Abend der EC KAC. Der Meister benötigte bei den Dornbirn Bulldogs die Overtime.

Starke Villacher lassen Vienna Capitals keine Chance

Ein weiteres Geisterspiel ereignete sich am Freitagabend in der Villacher Stadthalle. Dort empfing der VSV die Vienna Capitals. Zu Beginn entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie mit Möglichkeiten für beide Mannschaften bevor der Kärntner Center Felix Maxa den Führungstreffer zum 1:0 schoss. Keine zwei Minuten später antworteten die Hauptstädter mit dem Ausgleich durch Patrick Antal, die Nummer zehn der Gäste. Zwei Sekunden vor der ersten Drittelpause waren die Gastgeber in Überzahl und nutzten diese Chance, um mit einer Führung in den nächsten Abschnitt gehen zu können. Nach einem Zuspiel von Derek Joslin traf Scott Kosmachuk zur zweiten Führung für die Villacher an diesem Abend.

Im zweiten Drittel dominierten die Kärntner die Begegnung deutlich. Nach 38 gespielten Minuten war es wieder Scott Kosmachuk, der den Spielstand auf 3:1 veränderte. Auch im dritten Abschnitt hatten die Villacher die Wiener im Griff. Chris Collins erhöhte nach einem Querpass von Anton Karlsson vor das Tor auf 4:1. Fünf Minuten vor Schluss verließ der Schlussmann der Vienna Capitals, Bernhard Starkbaum, bereits das Eis. Da der Kärntner Stürmer Benjamin Lanzinger zur gleichen Zeit eine zweiminütige Strafe absitzen musste, entstand eine sechs gegen vier Spieler Situation. Dennoch konnten die Wiener an diesem Abend nicht mehr zurückkommen und die Villacher rundeten den Sieg mit drei Empty Net Treffern durch Marco Richter, Benjamin Lanzinger und Scott Kosmachuk ab.

Während die Verlierer des Abends am nächsten Spieltag die Black Wings Linz empfangen werden, steht bei den Villachern eine kurze Reise nach Südtirol zum HC Pustertal am Programm.

bet-at-Home Ice Hockey League | Saison 2021/2022
EC VSV vs. Vienna Capitals 7:1 (2:1/1:0/4:0)

Tore:
1:0 I02:56I Felix Maxa
1:1 I04:45I Patrick Antal
2:1 I19:58I Scott Kosmachuk
3:1 I38:12I Scott Kosmachuk
4:1 I45:27I Chris Collins
5:1 I58:00I Marco Richter
6:1 I59:13I Benjamin Lanzinger
7:1 I59:38I Scott Kosmachuk


Graz mit Shut-Out gegen HC Pustertal

Die Wölfe starteten gut und kamen auch prompt zu ersten Möglichkeiten, Graz zeigte ein erstes Lebenszeichen nach drei Minuten. Die Steirer kamen mit fortdauer des Drittels besser ins Spiel und setzten offensive Akzente. Die beste Chance hatte Daniel Oberkofler, der im Powerplay knapp verfehlte. Auch das zweite Überzahlspiel der 99ers brachte nichts ein. In der 14. Minute hatten die Gäste dann eine doppelte Überzahl, doch die Grazer spielten geschickt und überstanden die Situation schadlos und retteten das torlose Remis in die erste Pause.

Zu Beginn des Mittelabschnittes neutralisierten sich beide Teams, es ging hin und her ohne echte Torchancen. In der 28. Minute dann der erste Treffer des Abends, der Grazer Schlussmann bekam die Scheibe nicht unter Kontrolle und Stephan Deluca drückte das Ding über die Linie, doch der Treffer wurde nach Videostudium nicht gegeben und so blieb es beim 0:0. In der Folge wurde es ruppiger und physischer. Die 99ers kamen wiederum im ,ot einem Mann mehr zu einigen hochkarätigen Möglichkeiten, brachten die Scheibe aber nicht an Pustertals Schlussmann Tomas Sholl vorbei und so blieb auch der Mittelabschnitt ohne Treffer.

Im Schluss-Abschnitt sollte dann aber der erste Treffer fallen. Kurz nach Wiederbeginn ließ Mike Boivin den Puck zum 1:0 im Tor zappeln (43.). Die Wölfe gaben jedoch nicht nach und versuchten ihrerseits den Druck zu erhöhen. Gekommen ist es jedoch anders, während eines Überzahspiels des Liga-Neulings in der Überzahl setzte Daniel Oberkofler das 2:0 nach und sorgte damit für die Vortentscheidung in Liebenau, an der sich bis zum Schluss nichts mehr änderte.

Turbulente Aufholjagd der Red Bulls – Linz schießt Leader ab

Zwei Tage nach dem tragischen CHL-Aus stand für den EC Red Bull Salzburg die vielleicht schwerste Auswärtsreise dieser Zeit auf dem Programm. In Szekesfehervar lag das Team von Headocoach Matt McIlvane rasch mit 0:3 zurück, bewies jedoch in der Folge Moral und erkämpfte sich Dank der Treffer von Youngster Thaler, Nissner und Loney die Verlängerung. In der Overtime sicherte der formstarke Jan-Mikael Järvinen den Zusatzpunkt. Weil Ljubljana in Linz mit 1:5 unterging und gegen die neu aufgestellten Black Wings keine Chance hatten, greifen die Salzburger am Sonntag im direkten Duell nach der Tabellenführung in der bet-at-Home Ice Hockey League.

Für den neuen Linz-Coach gab es zum Einstand gleich einen Kantersieg gegen den Tabellenführer.

Meister muss in Dornbirn lange schwitzen

Deutlich mehr Arbeit als angenommen ergab sich am Freitag für den Klagenfurter AC. Die Rotjacken gingen durch die Treffer von Lukas Haudum und Stefan Geier zwar schnell in Führung, verspielten diese aber in Abschnitt zwei binnen weniger Minuten. Erst in der Verlängerung sorgte Martin Schumnig für den Game-Winner des Rekordchampions.

Die Ergebnisse vom Freitag in der Übersicht:

Black Wings Linz vs. HK SZ Olimpija 5:1
Graz 99ers vs. HC Pustertal 2:0
Dornbirn Bulldogs vs. EC KAC 2:3 n.V
EC VSV vs. Vienna Capitals 7:1
Fehervar AV19 vs. Red Bull Salzburg 3:4 n.V


Artikel: eishockeyonline.at
Fotos: Bernd Stefan / Reinhard Eisenbauer