Die Graz 99ers sicherten sich am Dienstag nach hartem Kampf einen Heimsieg gegen den Villacher SV. Die Steirer behielten am Ende knapp mit 4:3 die Oberhand.

Der erste Höhepunkt war nach 18 Sekunden ein unerfreulicher. Calle Ackered ging nach einem Check zu Boden und blieb einige Minuten liegen, ehe er selbst das Eis verlassen konnte. Nach nur zwei Minuten drehten die Adler das erste mal jubelnd ab, Scott Kosmachuk traf aus dem Slot zur Führung. Eine gute Chance auf den Ausgleich fanden die Grazer im Powerplay vor, scheiterten aber zunächst an sich selbst und in weiterer Folge am Goalie der Villacher. Wenig später war es dann aber doch soweit und die 99ers glichen aus, nach einem schnellen Spielzug hämmerte Dominik Grafenthin das Spielgerät in die Maschen zum 1:1. Graz legte nach und erkämpfte sich die Führung, Lukas Kainz täuschte einen Pass an, zog aber ab und traf ins Kreuzeck zum 2:1, so ging es auch das erste mal in die Kabinen.

Rasantes Mittel-Drittel

Die Anfangsminuten des Mitteldrittels gehörten den 99ers, aber der VSV meldete sich unverzüglich wieder retour und vergab seinerseits die eine oder andere gute Chance auf den Ausgleich. Die Cracks aus Villach scheuten nicht davor ihre Checks fertig zu fahren so nahm das Spiel auch physisch an Intensität zu. Ausgerechnet ein Ex-Grazer sorgte nach einer halben Stunde für den neuerlichen Ausgleich. Joel Broda knallte das Ding unter die Latte und stellte auf 2:2. Viel zeit zur Freude blieb nicht, denn in der 36.Spielminute traf Michael Schiechl etwas kurios zum 3:2 und ließ Bernard im Tor Villachs schlecht aussehen. Mit numerischer Überlegenheit der Villacher Adler ging es in die zweite Pause.

Die Gäste gingen also mit einem Powerplay in die letzten 20 Minuten und nutzten das auch zum Ausgleich in der 41. Minute. Anton Karlsson schoss zum 3:3 ein also alles wieder auf Anfang. Beide Teams spielten nun mit offenem Visier, es ging hin und her und das Spiel hatte nichts an Tempo eingebüßt. In der 49. Minute legten die Graz 99ers nochmals vor, Simon Hjalmarsson fälschte unhaltbar zum 4:3 ab. Knapp 10 Minuten vor dem Ende bekamen die Hausherren die Möglichkeit im Powerplay die Führung auszubauen, doch Andrew Gordon nahm seinem Team die numerische Überlegenheit mit einem Foul und der daraus resultierenden Strafe – passiert ist aber nichts. Eine weitere Chance in Überzahl bot sich den Gästen nur Sekunden später, brachte Ihnen jedoch nichts ein. Villach nahm noch den Goalie vom Eis, konnten aber den Ausgleich nicht mehr erzielen. Graz gewann die Partie alles in allem verdient mit 4:3.

bet-at-Home Ice Hockey League | Saison 2021/2022
Moser Medical Graz 99ers vs EC GRAND Immo VSV 4:3 (2:1/1:1/1:1)

Tore:
0:1 |02.| S.Kosmachuk
1:1 |13.| D.Grafenthin
2:1 |18.| L.Kainz
2:2 |30.| J.Broda
3:2 |36.| M.Schiechl
3:3 |41.| A.Karlsson PP1
4:3 |49.| S.Hjalmarsson


Leader siegt beim Meister

Beim ersten Saisonduell zwischen dem EC-KAC und HK SZ Olimpija zeigten sich die Gäste zunächst in Überzahl eiskalt: Tomazevic und Cimzar trafen für den Tabellenführer. Der amtierende Meister schrieb kurz nach Wiederbeginn an und kam im Schlussabschnitt durch Thomas Koch (48.) sogar zum Ausgleich. Doch drei Minuten vor dem Ende sorgte Liga-Topscorer Guillaume Leclerc für die erneute Führung der Slowenen, die das knappe 3:2 auch über die Zeit brachten. Damit baute Olimpija seine Tabellenführung weiter aus, der KAC rutschte auf Rang acht ab.

Wien schlägt Alba Volan

Im Verfolgerduell zwischen den spusu Vienna Capitals und Hydro Fehérvár AV19 blieb es lange torlos. Erst in der 30. Minute durchbrach Matt Neal den Bann und brachte die Wiener in Führung. Kurz vor der zweiten Drittelpause erhöhten die Gastgeber mit einem Doppelschlag auf 3:0. Mit seinem zweiten Treffer des Spiels fixierte Nicolai Meyer dann die Vorentscheidung, am Ende feierten die Capitals mit einem 5:2 den achten Heimsieg in Serie.

Innsbruck und Bozen verbessern sich

Nachdem sich der HC TIWAG Innsbruck am Wochenende nach längerer Liga-Pause zweimal geschlagen geben musste, kehrten die Tiroler mit einem 6:3-Erfolg über den HC Tesla Orli Znojmo auf die Siegerstraße zurück. Nach einem torlosen ersten Drittel sorgten Messner (22.) und Lattner (31.) für eine 2:0-Führung. Die Tschechen kamen im Schlussabschnitt zwar insgesamt dreimal auf ein Tor heran, die fünftplatzierten Hausherren behielten aber die Nerven und gewannen auch das zweite Saisonduell mit Znojmo.

Auf Platz sechs liegt nun der HCB Südtirol Alperia. Beim Auswärtsspiel in Dornbirn feierte Daniel Ciampini einen Traum-Einstand, der Stürmer traf bereits in der achten Minute. Obwohl die Südtiroler eine zweimalige Zwei-Tore-Führung hatten, glich Dornbirn zu Beginn des Schlussabschnitts aus. Doch ein Powerplay-Treffer von Nick Plastino brachte den Vizemeister auf die Siegerstraße, Findlay traf eine Sekunde vor Schluss mit einem Empty-Netter zum 5:3-Auswärtssieg.

 

Foto: Krainbucher