Red Bull Salzburg bleibt überlegener Tabellenführer der bet-at-Home Ice Hockey League. Die Mozartstädter gewannen am Samstag die Schlager-Partie gegen den Rangdritten aus Szekesfehervar in aller Deutlichkeit mit 8:2. Mit Rasmus Lahnaviik schickten die Red Bulls auch einen Debütanten ins Rennen. Gäste-Keeper Oskar Östlund erwischte bei seinem ersten Auftritt im Trikot von Fehervar AV19 einen rabenschwarzen Abend.

Bullen von Beginn an überlegen

Fast wirkte es so, als hätten die Ungarn nach der 3:7 Abfuhr am Freitag beim HC Pustertal noch müde Beine. Die Salzburger erspielten sich von Beginn an ein klares Chancen-Plus und auch ein spielerisches Übergewicht, zwingende Torszenen sprangen dabei aber nicht heraus, lediglich ein Querstangen-Hammer von Verteidiger Keegan Kanzig ordnete sich gefährlich ein. Mit einem torlosen Remis ging es für beide Mannschaften in die erste Pause.

Fehervar AV19 hatte gegen torfreudige Bullen mächtig zu kämpfen!

Irre Tor-Show im Mittelabschnitt

Die rund 1.600 Zuschauer im Volksgarten trauten ihren Augen nicht, als die Red Bulls im zweiten Sektor die Mega-Tore-Party auspackten und den Gästen keine Chance ließen. Innerhalb einer Viertelstunde sorgten die Treffer von Kapitän Thomas Raffl (21.), Vincent LoVerde (25.), Peter Schneider (29.), Paul Huber (30.) und Youngster Aljaz Predan (34.) für eine komfortable und vor allem hochverdiente 5:0 Führung. Zu oft ließ sich Fehervar in der Defensive ausspielen. Die Kaltschnäuzigkeit erwies sich als Salzburgs größte Waffe an diesem Samstag-Abend an der Salzach. Das Debüt von Gästegoalie Oskar Östlund, fing in der vergangenen Spielzeit in Dornbirn, war somit eigentlich inmitten des Mitteldrittels gelaufen.

Die Truppe von Gäste-Coach Kevin Consantine zeigte allerdings nicht nur ein hartes Zweikampfverhalten trotz aussichtslosen Spielstandes, sondern auch Moral. Denn wenige Sekunden vor dem zweiten Pausentee verkürzte Csanad Erdely zum zwischenzeitlichen 5:1 (40.).

Salzburger Rausch zerpflückt Teufel in alle Einzelteile

Trotz der aussichtsreichen Führung dachte die McIlvane-Crew nicht ans Aufhören und legte einen Blitz-Start auf’s Eis. In Überzahl setzte Dominique Heinrich das 6:1 nach und fixierte das halbe Dutzend, Peter Schneider sorgte wenig später für das 7:1 (45.). Der Neuzugang aus der Bundeshauptstadt hatte aber noch immer nicht genug und tütete in Minute 56 seinen persönlichen Hattrick ein und bezwang Oskar Östlund zum 8:2. Der Salzburger Torhunger konnte also auch vom zwischenzeitlichen 7:2 durch Josh Atkinson nicht gestört werden, die Überlegenheit der Bullen erstreckte sich über die volle Distanz.

Am Ende passierte nicht mehr viel, Fehervar kassierte binnen 24 Stunden satte 15 Gegentore und fixierte die Nullrunde an diesem Wochenende, während Red Bull Salzburg seine Leader-Position untermauerte. Viel Zeit zur Freude bleibt den Eis-Bullen aber nicht. Schon am kommenden Dienstag folgt das Gastspiel beim Meister in Klagenfurt.

bet-at-Home Ice Hockey League | Saison 2021/2022
Red Bull Salzburg vs. Fehervar AV19 8:2 (0:0/5:1/3:1)

Tore:
1:0 |21.| T.Raffl
2:0 |25.| V.LoVerde
3:0 |29.| P.Schneider
4:0 |30.| P.Huber
5:0 |34.| A.Predan
5:1 |40.| C.Erdely
6:1 |41.| D.Heinrich PP1
7:1 |45.| P.Schneider
7:2 |56.| J.Atkinson
8:2 |56.| P.Schneider

 

Artikel: Mathias Funk
Fotos: GEPA | RedBull