Der EC Red Bull Salzburg hat auch sein elftes Playoff-Spiel in der laufenden Postseason der win2day ICE Hockey League gewonnen. Im dritten Finalspiel erzielte Jan-Mikael Järvinen den entscheidenden Treffer zum 2:1-Heimsieg über Hydro Fehérvár AV19 96 Sekunden vor dem Ende. Salzburg liegt damit in der „best-of-seven“-Finalserie mit 3:0 voran und kann mit einem Erfolg am Montag in Székesfehérvár den Titel holen.

Die ICE-Fans quittierten eine bislang großartige Finalserie mit einer ausverkauften Eisarena in Salzburg. Insgesamt 3.400 Zuseher sahen beim mit 2:0 in der Finalserie führenden EC Red Bull Salzburg keine Änderung im Line-Up, während die Ungarn gezwungen waren, umzustellen: Braeden Shaw fehlte wegen einer Sperre, Istvan Bartalis aufgrund der Geburt seines Kindes.

Dennoch begann Fehérvár druckvoll, mit viel Energie – und einer ersten guten Möglichkeit von Janos Hari. Aber auch bei Salzburg machte Brian Lebler mit einer guten Chance auf sich aufmerksam. Tempo war hoch, mit guten Aktionen auf beiden Seiten, aber auch starken Torhütern: Sowohl Atte Tolvanen als auch Rasmus Tirronen wurden – auch in jeweils einer Powerplay-Sequenz – nicht bezwungen.

Das zweite Drittel begann dann mit zwei Stangenschüsse von Csanad Erdely und Kristof Retfalvi. Auf der Gegenseite traf wenig später auch Mike Dalhuisen die Torumrandung. Das Spiel war hochklassig, ehe die Ungarn in Führung gingen: Scheibengewinn in der neutralen Zone, Gleason Fournier auf Alex Petan, der zurück auf Fournier (26.) und das Give-and-Go war perfekt vollstreckt. Dann zog Salzburg wieder an, war phasenweise überlegen. Den Ausgleich verhinderte zunächst noch Tirronen, gegen einen One-Timer von Thomas Raffl in der 39. Minute war er aber machtlos.

96 Sekunden vor dem Ende fällt der Game-Winner

Im Schlussabschnitt begannen die Gäste besser, hatten auch gute Möglichkeiten – zwingend waren sie aber nicht. Auch Salzburg agierte stark, erspielte sich etliche Chancen. Gut zwei Minuten vor dem Ende dann Face-Off vor Tirronen: Salzburg mit den Bully-Gewinn. Sarauer brach der Schläger, er fuhr zur Bank. Ty Loney nach erfolgreichem Zweikampf in der Bande zu Brian Lebler und dieser steckte durch in den Slot, wo Jan-Mikael Järvinen erfolgreich einnetzte. 96 Sekunden waren noch auf der Uhr, Fehérvár zumeist mit einem Mann mehr auf dem Eis – aber am Ende gegen einen starken Atte Tolvanen ohne zweiten Torerfolg.