Aufgrund zahlreicher Verletzungen bekam Marc-Andre Dorion die Chance, nach mehreren Monaten wieder in der Ice Hockey League zu spielen. Der Kanadier spielte vergangenen Saison in Frankreich, kehrte nach nur einem Jahr wieder zurück in die Stahlstadt, um bei den Steel Wings Linz seine Erfahrung an die jungen Spieler weiterzugeben. EHC Coach Phil Lukas gab dem 35-Jährigen nun nochmals die Möglichkeit, sich im Oberhaus zu beweisen. Eishockeyonline.at Redakteurin Viktoria Hackl hatte den Verteidiger nach dem 2:1 Sieg am Freitag gegen den HC Pustertal vor dem Mikro.

Wie fühlt es sich an wieder in der ICE zu sein?

Marc Andre Dorion: Es war ein sehr spezielles Gefühl, als Philipp Lukas mich fragte, ob ich heute bei den Black Wings spielen möchte. Ich habe letztes Jahr überlegt mit dem Eishockey spielen aufzuhören, jetzt spiele ich eigentlich bei den Steel Wings und nun wurde ich gefragt, ob ich aufgrund vieler Verletzungen bei den Black Wings aushelfen kann. Aber so läuft es manchmal im Sport und ich freue mich über die Chance heute mit den Black Wings spielen zu dürfen.

Aus welchem Grund hast du deine Karriere in der ICE Hockey League an den Nagel gehängt?

Marc Andre Dorion: Meine Saison letztes Jahr in Frankreich war sowohl für mich als auch für meine Familie hart und es hat mir nicht wirklich Spaß gemacht dort zu spielen. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, zurück nach Linz zu gehen, ohne zu wissen, ob ich weiterhin auf dem Eis stehen werde oder nicht. Philipp Lukas hat mich im Juli angerufen und dann habe ich beschlossen, bei den Steel Wings in der AHL zu spielen.

Werden wir dich wieder öfters in der ICE Hockey League zu sehen bekommen?

Marc Andre Dorion: Ich bin mir nicht sicher. Dieses Wochenende werde ich sicher beide Spiele im Kader stehen, aber über die Zukunft weiß ich nichts. Ich habe auch erst diese Woche erfahren, dass ich für die Black Wings spielen darf.

Was ist der Unterschied für dich zwischen der ICE Hockey League und der Alps Hockey League?

Marc Andre Dorion: Ich denke ich nehme bei den Steel Wings eine wichtigere Rolle ein als bei den Black Wings. Ich bin ein älterer Spieler, manche können zu mir aufschauen. Aber ich mache was ich sage – Auf und neben dem Eis kämpfe ich immer gleich. Auch, wenn viele meiner Teamkollegen jetzt jünger, schneller und voller Energie sind. Diese Power schwappt auch auf mich über, wenn wir auf der Platte stehen. Aber um es zusammenzufassen, die Spieler in der ICE Hockey League sind schlichtweg schneller, größer, älter und kräftiger als in der Alps Hockey League. Unser Team bei den Steel Wings ist sehr jung und die Jungs lernen viel und arbeiten jeden Tag hart. Aber ich bin mir sicher, wir werden manche von denen bei künftig im Oberhaus bei den Black Wings sehen.

Bereitest du dich auf deine Spiele in der Alps Hockey League nun anders vor als du es in den letzten Jahren in der ersten Bundesliga gemacht hast?

Marc Andre Dorion: Nein, ich bereite mich immer gleich vor, egal wo ich spiele. Der wahre Unterscheid liegt in der Schnelligkeit des Spiels. In der ICE Hockey League muss ich noch aufmerksamer sein, da der Puck schneller von einem Ort zum Anderen wandert. Aber die Alps Hockey League ist sehr gut in meinen Augen.