Klare Sache an der Salzach! Red Bull Salzburg ließ Schlusslicht Linz am Freitag keine Chance und nahm die Oberösterreicher gewaltig auf die Hörner. Der Leader gewann nach einer einseitigen Partie klar mit 7:1 und zeigte den Gästen in allen Belangen die Grenzen auf.

Distanz-Hammer eröffnet Partie

In einem insgesamt einseitigen ersten Abschnitt mit 18:8 Abschlüssen für die Red Bulls jubelte zunächst der Tabellenletzte aus Linz. Ex-Bulle Martin Stajnoch sorgte mit einem Distanz-Hammer in Überzahl für die oberösterreichische Führung nach nur 59 Sekunden (1.). Fortan die bereits für die Playoffs qualifizierten Salzburger das deutlich überlegene Team, in einem temporeichen Drittel erspielten sich die Gastgeber Chance um Chance und schnürten die Linzer in der eigenen Zone ein. Eine dieser Chancen verwertete TJ Brennan zum hochverdienten 1:1 Ausgleich. Die weiteren teils hochkarätigen Torszenen wussten Ty Loney, Thomas Raffl und Co. nicht zu verwerten, das Unentschieden nach 20 Minuten mehr als schmeichelhaft.

Powerplay-Party sorgt für Entscheidung

Im Mitteldrittel spielten sich die Red Bulls in einen Rausch und sorgten für die Vorentscheidung in diesem Duell. Weil die Gäste aus der Stahlstadt zahlreiche Strafzeiten sammelten, hatten Benjamin Nissner, Doppeltorschütze Thomas Raffl sowie Peter Schneider in Überzahl wenig Mühe und setzten ein sattes 5:1 auf den Videowürfel der Salzburger Eisarena. Die Gäste in diesem Abschnitt nicht nur Dauergast in der Kühlbox, sondern auch stets einen Schritt langsamer als die Eis-Bullen. Nach dem fünften Gegentreffer nahm Gästecoach Mark Szücs Jared Coreau aus der Schuss-Linie und brachte Luca Egger, der seinen ersten Liga-Einsatz 2021/2022 zwischen den Pfosten erhielt.

Der Torhunger der Bullen war noch immer nicht gestillt und so legte Neuzugang Mike Dalhuisen nach und machte in Minute 51 nicht nur seinen ersten Treffer im Jersey der Salzburger sondern auch das halbe Dutzend zum 6:1 voll. Den Schlusspunkt setzte Peter Schneider, der, natürlich in Überzahl, den 7:1 Endstand vor 1001 Zusehern markierte.

Auch KAC kommt böse unter die Räder

Neben den Black Wings erwischte auch der Meister einen rabenschwarzen Abend. Der KAC unterlag in heimischer Halle Fehervar AV19 glatt mit 0:7 und muss weiterhin um die direkte Playoff-Qualifikation bangen. Hari, Bartalis, Petan, Kuralt, Nemeth sowie der doppelte Erdely sorgten für eine klare Angelegenheit am Wörthersee.

Krimi in Znojmo

Pustertal ist weiterhin nicht zu stoppen! Der Liga-Neuling erkämpfte sich am Freitag auch beim HC Orli Znojmo zwei wichtige Punkte im Kampf um das Playoff-Ticket. Zwar verspielten die Südtiroler zunächst eine 2:0 Führung und mussten dann mit einem 3:3 sogar ins Penaltyschießen, dieses entschied dann aber Greg Carey, der den Zusatzpunkt für die Wölfe sicherte.

Die Ergebnisse vom Freitag im Überblick:
Red Bull Salzburg vs. Black Wings Linz 7:1
EC KAC vs. Fehervar AV19 0:7
HC Orli Znojmo vs. HC Pustertal 3:4 n.P.

 

Artikel: Mathias Funk
Foto: GEPA | Kamila Chmel