Red Bulls Salute 2022 (Kitzbüzhel/CD) Mountfield HK ist Sieger des Red Bull Salute 2022. Mit einem 2:0 Erfolg im Endspiel vor 750 Zuschauer konnten sich die Tschechen erfolgreich durchsetzen. Das kleine Finale ging mit 5:4 an den EV Zug der einen 5:0 nur knapp über die Zeit brachte.

Intensives und schnelles Drittel

Die 750 Zuschauer in Kitzbühel sahen ein intensives und schnelles erstes Drittel, das von beiden Mannschaften hart aber fair geführt wurde. Es gab viele packende Zweikämpfe und die Partie hatte Championsleague-Charakter. Es wurde sich nichts geschenkt, die Spieler krachten in die Banden und beide Goalies Ruzicka und Kickert hielten die Null fest. Die beste Chance für die Salzburger hatte der Kapitän Thomas Raffl (10.) bei einem Alleingang auf das tschechische Tor, doch er scheiterte an dem gut aufgelegten Ruzicka.

Kurz vor Drittelende rettete die Latte von Mountfield und so ging es mit dem Remis in die erste Pause.

Partie bleibt weiterhin spannend

Auch im zweiten Drittel gaben sich die Protagonisten auf dem Eis nicht viel, das Tempo war hoch und die Zweikämpfe wurden weiterhin verbissen geführt. Der Ex-KHL Spieler Nikita Scerbak konnte David Kickert (29.) zum bislang einzigsten Mal überwinden und Mountfield damit in Führung bringen. Danach gab es bis zur letzten Minute einige Nickligkeiten und sogar Fights auf dem Eis, die Schiedsrichter hatten einiges zu tun um die Partie ruhig zu halten.

Nach einigen Strafen gab es kurz vor der Pause eine Überzahlsituation für Salzburg, die leider nicht genutzt werden konnte, doch ein 1:0 ist im Eishockey nicht viel und so wird es im letzten Drittel noch einmal rund gehen.

Packende Schlussminuten bringen keinen Erfolg

Der Salzburger Goalie war auch im Schlussabschnitt einer der Besten und wurde zu Recht als Spieler des Finale ausgezeichnet. Er hielt sein Team bis in die Schlussphase im Spiel. Gerade in den letzten 7 Minuten drückten die Red Bulls unheimlich auf das tschechische Tor, aber die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie und als Salzburg in der letzten Minute den Goalie vom Eis nahm und nochmals alles nach Vorne warf, konnte Mountfield das 2:0 Emptynetgoal erzielen.

Damit konnte Mountfield bei der ersten Teilnahme das Red Bulls Salute gewinnen, jedoch waren die Salzburger ganz knapp gescheitert.

Mountfield HK – EC Red Bulls Salzburg 2:0 (0:0|1:0|1:0)

Tore:
1:0|29.|Nikita Scerbak
2:0|60.|Emptynetgoal


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Foto: Marija Diepold)

Der EV Zug gewinnt das Spiel um Platz 3 knapp mit 5:4, nach einer 5:0 Führung gegen den EHC Red Bull München vor 700 Zuschauer im Kitzbühler Sportpark.

München macht die gleichen Fehler wie gestern

Wieder waren die Red Bulls stets einen Schritt langsamer und hatten gegen den amtierenden Meister aus der Schweiz im ersten Drittel kaum eine nennenswerte Chance. Die Schweizer konnten nach nur drei Minuten die erste Überzahlmöglichkeit nutzen und konterten die Münchner zwei Mal eiskalt aus. Das 2:0 und kurz darauf das 3:0 waren fast die gleichen Szenen, bei denen die Münchner Abwehr um Danny aus den Birken das Nachsehen hatte.

In der Schlussminute konnte der Top Scorer und Kapitän vom EV Zug, Jan Kovar das ernüchternde 4:0 für die Eidgenossen erzielen. Danny aus den Birken konnte einem Leid tun, denn er musste in den beiden Spielen jeweils im Anfangsdrittel 4 Mal hinter sich greifen.

Endlich ein starkes Drittel der Red Bulls

München kam gut aus der Kabine und konnte sich gleich die ersten guten Chancen erarbeiten und überstand in der Anfangsphase auch eine Unterzahlsituation, doch dann fiel überraschend das 5:0 für den EV Zug. Don Jackson wechselte danach aus den Birken für Christopher Kolarz im Tor aus. Kurz darauf hatte Justin Schütz bei einem Alleingang den ersten Treffer auf der Kelle, scheiterte jedoch an dem starken Genoni. Ben Smith machte es eine Minute später besser und so fiel der erste Treffer für München.

Mit diesem Anschluss deckten die Red Bulls den 7-fachen Meistergoalie Genoni mit einigen Schüssen ein und dann trafen Desousa mit einem Abpraller und wenige Minuten später (35.) verwandelte Yasin Ehliz diesmal einen Konter eiskalt zum 5:3. Mit diesem Ergebnis ging es dann nach einem fulminaten Drittel in die Pause.

Münchens Aufholjagd kommt zu spät

Obwohl München in den letzten zwanzig Minuten alles nach Vorne warf um das Spiel zu drehen, standen die Schweizer sicher in der Abwehr und liessen keine weitere Spannung zu. Christopher Kolarz, der zum ersten Mal zwischen den Pfosten stand und sonst für die Starbulls Rosenheim spielt machte einge gute Partie und hielt seinen Kasten sauber. Den 5:4 Endstand erzielte Jonathan Blum mit der Schlussirene, nachdem Jon Jackson den sechsten Feldspieler brachte. Die Aufholjagd von München kam leider zu spät und so belegte der EV Zug den 3. Platz.

EV Zug – EHC Red Bull München 5:4 (4:0|1:3|0:1)

Tore:
1:0|03.|Tobias Geisser PPT
2:0|09.|Lino Martschini
3:0|12.|Carl Klingberg
4:0|19.|Jan Kovar
5:0|29.|Gregory Hofman
5:1|31.|Ben Smith
5:2|32.|Chris Desousa
5:3|35.|Yasin Ehliz
5:4|60.|Jonathon Blum

Zuschauer:
700