Am Freitag Abend trafen die 99ers auf die Cracks aus Laibach und wollten Ihre Bilanz gegen die Slowenen aufbessern. Jens Gustafsson stellte die Linien etwas um und erhoffe sich dadurch neues Feuer im Team.

Die Begegnung startete mit hohem Tempo und Vorteilen für die Gäste aus Laibach, welche die Defensive der 99ers schnell unter Druck setzten. Den zweiten Vorstoß konnten die Hausherren aber nutzen um in der dritten Minute durch Andrew Gordon in Führung zu gehen, der die Scheibe unhaltbar abfälschte. Graz wurde bissiger und übernahm immer mehr die Kontrolle. Es ergab sich ein schnelles Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.In der 15. Minute war es dann Michael Schiechl der die Führung auf 2:0 ausbaute. Knapp drei Minuten vor dem Drittelende hielt Christian Engstrand im Tor der 99ers die “0” mit einem Big Save. So ging es mit 2:0 in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt setzte dort an wo der erste endete, schnell und körperbetont. In der 24. Minute geb es die erste Strafe im Spiel und Laibach damit die Chance auf den Anschlusstreffer. Doch das Penalty Killing der 99ers funktionierte gut und es gab nichts zu holen für Olimpija. In der 27. Minute hatten die Grazer die große Möglichkeit zu erhöhen doch Simon Hjalmarsson scheiterte knapp. 29.Minute und eine Riesenmöglichkeit auf den Anschlusstreffer der Gäste. In der 38. Minute legten die 99ers nach, Simon Hjalmarsson brachte die Scheibe aus kurzer Distanz im Kasten unter und drehte jubelnd ab – 3:0 und zweite Pause.

Im Schlußdrittel mussten die Gäste bald was zählbares liefern wenn man hier noch zurückkommen wollte. Und doch war es die neu formierte erste Linie der 99ers die für Furore sorgte. Laibach versuchte zu dieser Zeit über den Kampf zum Erfolg zu kommen und zeigten aggressives Forechecking doch die 99ers hielten gut dagegen . Die Uhr zeigte die 53. Spielminute an und Dominik Grafehthin brachte den Puck sehenswert im Tor unter. Neuer Spielstand 4:0 für die Gastgeber. In derselben Minute gelang aber auch Laibach der erste Treffer, Balz Tomazevic brachte sein Team in Überzahl auf die Anzeigetafel. Kurz vor dem Ende hatten die Slowenen noch ein Powerplay, konnten an der Niederlage nichts mehr ändern.

Graz gewann die Partie souverän und verdient, in dieser Form konnte man gespannt sein auf das Auftreten gegen die roten Bullen aus Salzburg am Sonntag.

Bet-at-home ICE HOCKEY League I Saison 2021/2022
Moser Medical Graz 99ers vs HK SZ Olimpija 4:1 (2:0/1:0/1:1)

Tore:

1:0 I 03.I A.Gordon
2:0. I15. I. M.Schiechl
3:0 I38. I. S.Hjalmarsson
4:0. I53. I. D.Grafenthin
4:1. I53. I B.Tomazevic PP1

Bozen jubelt in Wien
In der Hauptstadt erwischte der HCB Südtirol bei den spusu Vienna Capitals den besseren Start. In der dritten Minute fand ein Trivellato-Schuss im Powerplay den Weg ins Tor. Zwar übernahmen die Hausherren mit Fortlauf des Drittels das Kommando, Treffer konnten sie aber noch keinen erzielen. Dieser gelang Luke Moncada in der 33. Minute, als der Caps-Angreifer via Schoner von HCB-Goalie Kevin Boyle von hinter der Torlinie traf. Die heimstarken Capitals hatten zwar Vorteile, mit dem 1:1 ging es aber in die Verlängerung. Als HCB-Kapitän Anton Bernard auf die Strafbank musste, verpassten die Wiener in Überzahl die Chance auf den Sieg. Just als Bernard aufs Eis zurückkam, überraschte er Caps-Goalie Bernard Starkbaum und traf vier Sekunden vor Schluss zum Auswärtssieg der weiterhin zweitplatzierten Südtiroler.

Wie immer ging es zwischen Wien und Bozen hart zur Sache! (Foto: Martina Bednar)

Innsbruck gelingt Revanche
Zum zweiten Mal binnen 48 Stunden kam es zum Duell von Hydro Fehérvár AV19 mit dem HC TIWAG Innsbruck – Die Haie. Am Mittwoch behielten die Ungarn in Innsbruck klar mit 4:0 die Oberhand, doch die Tiroler präsentierten sich wie ausgewechselt. Bereits in der vierten Minute brachte Martin Ulmer die Gäste in Führung, Simon Bourque (14.) erhöhte nach einem schönen Alleingang. Im Mittelabschnitt trug sich zunächst Tim McGauley in die Torschützenliste ein, bevor Nico Feldner nach einem herrlichen Konter zur vermeintlichen Vorentscheidung traf. Doch Fehervar gab sich nicht geschlagen und kam bis zur 55. Minute auf 3:4 heran. Ein Empty-Netter von McGauley fixierte aber den Auswärtssieg der Innsbrucker, die mit der Revanche auch eine fünf Spiele andauernde Niederlagenserie beendeten.

Znojmo schenkte dem Schlusslicht mehr als ein halbes Dutzend ein! (Foto: Kamila Chmel)

Znojmo gegen Linz in torlaune
Die Steinbach Black Wings Linz starteten nahezu perfekt in ihr erstes Spiel des Jahres. Kapitän Brian Lebler brachte die Oberösterreicher in Znojmo nach knapp fünf Minuten in Führung und Ramon Schnetzer erhöhte wenig später mit einem Weitschuss auf 0:2. Doch der Druck der Hausherren wurde von Minute zu Minute mehr. Nach dem Anschlusstreffer von Radel Prokes glich Radim Matus 34 Sekunden vor Drittelende sogar aus. Kurz nach Wiederbeginn drehte Anthony Luciani die Partie mit einem herrlichen Treffer zugunsten der Hausherren, die im Mittelabschnitt auf 5:2 davonzogen. Lebler brachte die Gäste zwar noch einmal heran, Znojmo feierte am Ende aber einen klaren 7:4-Erfolg und gewann damit auch das zweite Saisonduell. Alle elf Treffer wurden bei gleicher Spielstärke erzielt, neben Lebler schnürten auch Radim Matuš und Anthony Luciani je einen Doppelpack für die nun neuntplatzierten Tschechen.

 

Fotos: Krainbucher/Bednar/Chmel