Am Dienstag nimmt der Liga-Betrieb in der win2day ICE Hockey League wieder Fahrt auf. Fünf Begegnungen sind am ersten Spieltag nach der IIHF-Break angesetzt, das Duell zwischen dem Tabellenführer HCB Südtirol Alperia und dem EC iDM Wärmepumpen VSV findet zum ersten Mal in der laufenden Kampagne statt. Die Moser Medical Graz99ers nehmen den Re-Start mit einem neuen Stürmer in Angriff.

spusu Vienna Capitals – Hydro Fehérvár AV19

Die spusu Vienna Capitals und Hydro Fehérvár AV19 haben vor der International-Break geschwächelt – beide Teams holten aus den vergangenen fünf Spielen nur fünf Punkte. Wien gewann zwei Begegnungen, die Ungarn eine. Dieser Sieg war der 2:1-Erfolg nach Shootout im bislang einzigen direkten Duell dieser beiden Mannschaften in der laufenden Saison. Es war Fehérvárs dritter Sieg in Folge gegen die „Capitals“, aber in Wien tat sich der Vize-Champion jüngst immer sehr schwer: Nur drei der letzten zehn Spiele in der STEFFL Arena gewannen die Ungar, einmal davon nach Penaltyschießen. Wien ist bislang jene Mannschaft, die pro Begegnung die meisten Strafen nimmt (12,7 PIM/G), ein solides PK (80,7% | #6) verhindert aber bislang Schlimmeres. Die Gäste aus Ungarn haben sich während der Break von Ben Betker (3A) und Patrick Newell (4G|5A) getrennt. Beide Teams haben etliche Spieler für Nationalteams abgestellt.

EC-KAC – Moser Medical Graz99ers

Der EC-KAC hat am letzten Spieltag vor der Nationalteampause seiner drei Spiele währenden Negativ-Serie entgegengewirkt – und einen dominanten Heimsieg gegen die spusu Vienna Capitals gefeiert. Die Moser Medical Graz99ers verloren ihr Point-Streak, beim 2:4 daheim gegen Linz blieben die Steirer nach zuvor vier Spielen wieder ohne Punkte. Zählbares gab es aber für die „99ers“ in jedem ihrer letzten drei Auswärtsspiele und auch in Klagenfurt klappte es in der jüngsten Vergangenheit recht gut: Vor der 2:4-Niederlage beim letzten Gastspiel Anfang Jänner, gewannen die Steirer fünf Spiele am Stück. Im bislang einzigen Saisonduell dieser beiden Teams setzte sich Klagenfurt, trotz einer 2:0-Führung nach 40 Minuten, erst im Shootout durch. Graz profitiert in der laufenden Saison von einem immer stabiler und kompakter werdenden Penalty-Killing (84,5% | #2) und hat mit Christian Engstrand (94,1%) den an der Save-Percentage gemessenen besten Goalie der Liga im Tor. Im Duell mit dem KAC dürfen die Steirer auch erstmals auf ihren Neuzugang Andrew Yogan bauen, er wurde an Stelle von Petr Kolouch verpflichtet. Mit Bouramman, Zalewski, Oberkofler und Alagic kehren bei den „99ers“ gleich vier Spieler ins Line-Up zurück. Der Re-Start nach der Länderspielpause im November glückte dem EC-KAC in den vergangenen Jahren meist sehr gut: In drei der letzten fünf Saisonen kehrten die „Rotjacken“ mit zumindest fünf Siegen am Stück aus dieser Pause zurück. Clemens Unterweger kehrt bei Klagenfurt ins Line-Up zurück, auch die zuletzt erkrankten Thomas Koch und Thomas Hundertpfunde stehen wieder zur Verfügung. Jesper Jensen Aabo, Johannes Bischofberger, Daniel Obersteiner, Kele Steffler und Matt Fraser fallen aus.

EC iDM Wärmepumpen VSV – HCB Südtirol Alperia

Der EC iDM Wärmepumpen VSV empfängt nach der Pause den HCB Südtirol Alperia – erstmals stehen einander diese beiden Teams gegenüber. In fünf der letzten sechs Aufeinandertreffen kristallisierte sich der Sieger erst nach Verlängerung (3) oder Shootout (2) heraus. In den bislang 43 Begegnungen dieser beiden Teams setzte sich 30-mal das Heimteam durch und Villach hat aktuell vier seiner letzten fünf Spiele in der Stadthalle gewonnen. Der so heimstarke Tabellenführer aus Südtirol offenbart auswärts doch kleine defensive Schwächen: Daheim kassieren die „Foxes“ lediglich 1,3 Gegentore, auswärts 3,25 pro Spiel. Die „Adler“, sie nehmen die wenigsten Strafen aller Teams (6,4 PIM/G), haben zuletzt vor allem zu ihrer Powerplay-Stärke gefunden: In den letzten vier Spielen trafen sie zumindest einmal bei numerischer Überlegenheit, insgesamt waren es fünf Treffer aus acht PP-Situationen. VSV-Headcoach Rob Daum, der seine Linien neu formiert hat, muss weiterhin auf die Langzeitverletzten Julian Payr, Maximilian Rebernig und Elias Wallenta verzichten. Bozen kann vollständig antreten, Diego Glück sollte sein Saisondebüt geben. Für ihn wird einer der neun italienischen Nationalspieler pausieren.

HC TIWAG Innsbruck – Die Haie – BEMER Pioneers Vorarlberg

Die Formen der beiden Teams vor der Nationalteampause konnten unterschiedlicher nicht sein: Der HC TIWAG Innsbruck – Die Haie, Head Coach Mitch O’Keefe sollte aus dem Vollen schöpfen können, gewann seine letzten drei Spiele, hat in den letzten fünf Partien immer gepunktet. Die BEMER Pioneers Vorarlberg sind hingegen seit vier Spielen ohne Sieg, liegen am Tabellenende. In der Fremde konnten die Vorarlberger bislang erst einen Erfolg erzielten (3:2 @BWL), die Tiroler haben in ihren sieben Heimspielen nur einmal nicht gepunktet. Den ersten offiziellen Vergleich – bei Pre-Season-Begegnungen gingen ohne Gegentor an Innsbruck – in dieser Saison gewannen die „Haie“, sie setzten sich auswärts, trotz Rückstands, mit 3:2 durch. Innsbrucks Erfolg ist aktuell zu einem großen Teil an ihrer Powerplay-Stärke festzumachen: 38,9% bedeuten absoluten Liga-Top-Wert – und ist auch der beste Prozentsatz im Vergleich mit allen anderen Teams in Europa. Bei den Pioneers ist mitunter das Spiel in Überzahl zu verbessern, mit 5,7% sind sie absolutes Liga-Schlusslicht. Insgesamt sind die beiden Teams auch was die offensive Produktivität auseinander: Der HCI macht pro Spiel 4,85 Tore, PIV nur 1,8. Die Vorarlberger mussten aufgrund einer langwierigen Oberkörperverletzung noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden und nahmen Nachwuchstalent Philipp Maurer unter Vertrag. Der gebürtige Wiener war in der laufenden Spielzeit von den Moser Medical Graz99ers, für die Steirer bestritt er in der Vorsaison 46 ICE-Spiele, an das Alps Hockey League-Team EK Die Zeller Eisbären verliehen (1G|1A).

HK SZ Olimpija – Migross Supermercati Asiago Hockey

Ein Duell zweier Tabellen-Nachzügler steigt in Ljubljana: Sowohl der HK SZ Olimpija (#11), als auch Migross Supermercati Asiago Hockey (#12) liegen aktuell außerhalb der Pre-Playoff-Plätze. Die Form vor der Pause spricht jedoch für den Liga-Newcomer, drei der letzten vier Spiele hat er gewonnen. Darunter auch den ersten Saisonvergleich (5:3), dank einer frühen 2:0-Führung. Auswärts sind die Italiener aber noch nicht schlafkräftig genug, gewannen nur das erste ihrer bislang sieben Road-Games. Ljubljana hat von seinen letzten sechs Spielen nur eines gewonnen, weil es vor allem bei den Special-Teams noch Luft nach oben gibt: Sowohl m PK (73,2%) als auch im PP (8,0%) liegen die „Drachen“ an vorletzter Stelle. Für Asiago ist es das letzte Spiel vor ihrem Antreten im IIHF Continental Cup am kommenden Wochenende.

Foto: Bernd Stefan