Fehervar holt sich neben Salzburg das zweite Finalticket der ICE Hockey League nach einem 4:1 Sieg gegen Villach.

Das fünfte Duell im Halbfinale zwischen dem VSV und Fehervar startete im Vergleich zur letzten Begegnung am Mittwoch mit den besseren Möglichkeiten für die Villacher. Die benötigten einen Sieg an diesem Abend, um ein sofortiges Saisonende vermeiden zu können. Dennoch gelang es den Adlern trotz der insgesamt sechs Minuten Überzahl alleine im ersten Drittel nicht, den Spielstand zu verändern. Der ungarische Verteidiger Timothy Campbell zeigte sich im Interview nach den ersten 20 Minuten mit der Leistung seines Teams nicht zufrieden: „Der Plan, dass wir unser Spiel spielen müssen, ging im ersten Drittel nicht auf. Wir haben zu viele Strafen genommen und stehen im Moment mit dem Rücken zur Wand.“

In den zweiten Abschnitt starteten die Gäste dann aus Ungarn in Unterzahl: Joshua Atkinson bescherte den Villachern ein Powerplay für weitere fünf Minuten und wurde für die Dauer des Spiels aufgrund eines Schlages gegen das Gesicht der Nummer 74 der Gastgeber, Kevin Moderer, ausgeschlossen. Dennoch war es Fehervar, die den ersten Treffer des Abends erzielten. Milan Horvath versenkte den Puck nach einem Querpass. Glück hatte Balint Magosi nach 34 gespielten Minuten – nachdem er viel Platz vor dem Tor von Tomi Karhunen hatte, verwertete er einen Schlagschuss zum 2:0 aus Sicht der Ungarn. Nur 14 Sekunden vor der zweiten Pause konnte Villach durch Benjamin Lanzinger auf 1:2 verkürzen und stellte somit ein spannendes drittes Drittel sicher.

Mit seinen beiden Treffern in der 48. Und 60. Spielminute konnte Csanad Erdely Einzug ins Finale für Fehervar schlussendlich fixieren. Am Dienstag, den 05. April, wird die Serie gegen Salzburg um den diesjährigen Titel der ICE Hockey League starten.

Der Kapitän des VSV, Jamie Fraser, blickt trotz des sofortig bevorstehenden Urlaubes stolz auf die Saison zurück: „Wir mussten dieses Jahr viele Verletzungen hinnehmen und hatten mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen. Dennoch haben wir nie aufgegeben und ich bin stolz auf das ganze Team. Den Unterschied zu Fehervar machte schlussendlich, dass sie in jeder Begegnung einen guten Start hatten und wir immer hinterherlaufen mussten.“

win2day Ice Hockey League | Playoff-Halbfinale 5 | Stand: 2:3
EC VSV vs. Fehervar AV19 1:4 (0:0/1:2/0:2)

Tore:
23:43 I 0:1 I Milan Horvath (Balint Magosi)
34:06 I 0:2 I Balint Magosi (Gleason Fournier)
39:46 I 1:2 I Benjamin Lanzinger (Renars Krastenbergs, Scott Kosmachuk)
47:34 I 1:3 I Csanad Erdely (Alexander Petan)
59:11 I 1:4 I Csanad Erdely (Alexander Petan)

Artikel: Viktoria Hackl
Foto: Bernd Stefan