Meister Red Bull Salzburg kassierte am Sonntag im Heim-Schlager gegen den EC KAC die erste Saison-Niederlage. Gegen den Klagenfurter AC setzte es am Ende eine furiose 4:6 Schlappe in eigener Halle. Die Generalprobe für den Europcup-Hit am Mittwoch gegen Fribourg-Gotteron ist somit missglückt.

Kickert nach 122 Minuten bezwungen

Die Eis-Bullen erwischten in den Liga-Hit einen Kalt-Start und mussten binnen 31 Sekunden gleich zwei Gegentore schlucken, als Lukas Haudum den Meister per Doppelschlag schockte und schnell auf 0:2 stellte (2’/3′). Salzburg musste sich auf den doppelten Nackenschlag -David Kickert musste erstmals seit 122 Minuten hinter sich greifen- zum Einstieg einige Minuten schütteln, kam dann aber per Robertson-Hammer zurück. Der Verteidiger nagelte nach einer knappen Viertelstunde in Überzahl den 1:2 Anschluss ins Netz (13.).

Irres Eishockey-Match in Salzburg

Auch der zweite Abschnitt hielt, was der Schlager vor der Partie versprach. Nach abgelaufener Strafe netzte Lucas Lessio zum 3:1 für die Kärntner ein (26.), ehe der Meister zur Aufholjagd aufbrach. Denn nachdem Ali Wukovtis in Überzahl per “One-Timer” auf 2:3 verkürzte (28.), verwandelte Lucas Thaler einen Alleingang mustergültig zum 3:3 und verwandelte die Eisarena im Volksgarten in ein Tollhaus. Die 2.122 Zuschauer kamen an diesem Sonntag voll auf ihre Kosten, lieferten sich beide Teams eine intensive Partie, welche neben sehenswerten Toren auch ordentlich viel Härte mitbrachte.

Im Schluss-Drittel hatten die Hausherren dann etwas Mühe, das hohe Tempo der Partie zu halten. Der KAC wusste ds Fehlen von Dominque Heinrich, Ty Loney und Troy Bourke bei den Bullen zu nutzen und ging durch Lukas Haudum, der seinen Hattrick fixierte, und Jesper Jensen Aabo mit 5:3 in Front und stellte so den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Die drei Punkte an der Salzach ließen sich die Kärntner in weiterer Folge auch nicht mehr nehmen, konnten die Red Bulls in Überzahl durch Tim Harnisch nur mehr zwischenzeitlich auf 4:5 verkürzen. Für das Schlusswort sorgte in der Endphase Johannes Bischofberger, der den 4:6 Endstand per “Empty-Netter” an den Videowürfel schrieb.

Die Rotjacken fügten dem Meister damit nach einem unglaublich starken Liga-Match die erste Saisonniederlage zu. “Das war eine echte Achterbahn-Fahrt heute! Wir haben viele Dinge gut gemacht gegen einen, vielleicht sogar den stärksten Gegner hier in dieser Liga. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben.” – resümiert Petri Matikainen das Duell beim Meister, der nach fünf siegreichen Partien am Stück erstmals eine Nullrunde drehte.

Viel Zeit zum Hadern bleibt den Bullen nicht, geht es am Mittwoch auf eigener Platte gegen NLA-Topklub Fribourg-Gotteron um den Einzug in die KO-Phase der Champions Hockey League. “Da müssen wir von Anfang an bereit sein, Fribourg ist nochmal ein ganzes Stück stärker als der KAC!”, fordert Ali Wukovits von seinen Kollegen eine Steigerung.

win2day Ice Hockey League | Saison 2022/2023 | Runde 6
Red Bull Salzburg vs. EC KAC 4:6 (1:2/2:1/1:3)

Tore:
0:1 |02.| Lukas Haudum
0:2 |03.| Lukas Haudum
1:2 |13.| Dennis Robertson PP1
1:3 |26.| Lucas Lessio
2:3 |28.| Ali Wukovits PP1
3:3 |37.| Lucas Thaler
3:4 |45.| Lukas Haudum
3:5 |47.| Jesoer Jensen Aabo
4:5 |55.| Tim Harnisch PP1
4:6 |59.| Johannes Bischofberger (empty-net)

ZS: 2.122
(Eisarena-Salzburg)

Aus Salzburg: Mathias Funk
Foto: GEPA