Rupertikirtag, Familiy-Day, Shut-Out und Tor-Debütant! Für den EC Red Bull Salzburg lief die vierte Runde der Ice Hockey League ausnahmslos perfekt. Der Meister sicherte sich am Sonntag einen glatten 3:0 Erfolg gegen die Graz 99ers und grüßt damit wieder von der Tabellen-Spitze.

Ohne die verletzten Paul Huber, Ty Loney sowie Dominique Heinrich und Lukas Schreier erwischten die Red Bulls in das 100.Duell mit den Graz 99ers einen perfekten Start. Mit den beiden Youngstern Devin Steffler und Lukas Hörl im Line up sorgte Neo-Bulle Chay Genoway in Überzahl für die Führung der Hausherren. Der Verteidiger zog in Minute acht einfach mal ab und hämmerte die Scheibe trocken und unhaltbar zum 1:0 ins Netz (8.). Die Salzburger machten in dieser Tonart weiter, drückten die Steirer stets in die eigene Zone und zogen aus allen Lagen ab. Peter Schneiders Treffer zum 2:0 war somit nur mehr Formsache (13.). Die Gäste aus der Murstadt hatten in Abschnitt eins keinerlei Zugriff auf das Angriffsspiel des Meisters, ein Chancen-Verhältnis von 20:1 sprach im ersten Drittel Bände.

Stapelfeldt-Hammer sorgt für klare Verhältnisse

Auch im Mitteldrittel hatte David Kickert – bekam den Vorzug vor Atte Tolvanen – eigentlich nichts zu halten, erspielten sich die Grazer erneut nicht eine gefährliche Szene vor dem Tor der Roten Bullen. Anders auf der Gegenseite, wo sich die Hausherren Chance um Chance erspielten und durch Paul Stapelfeldt auf 3:0 erhöhten. Der Verteidiger – “Marke Eigenbau” – fasste sich nach etwas mehr als einer halben Stunde ein Herz und schrieb nach einem Mega-Hammer aus der Distanz zum 3:0 an (32.). Für den strammen 24-Jährigen Abwehrspieler setzte es zum Kirtags-Kehraus das erste Profi-Tor seiner Karriere, besser geht’s wohl nicht. Bei den 99ers lief es auch im mittleren Sektor nicht so wirklich, brachte die Crew von Neo-99ers-Coach Johan Pennerborn ihr Spiel nicht auf die Platte.

McIlvane lobt gesamtes Team

Weil von den Gästen auch im letzten Abschnitt keine nennenswerten Torszenen kamen und die Bullen das 3:0 gekonnt von der Uhr spielten, sorgte der Tor-Debütant somit auch für den Endstand in der Mozartstadt. “Wir haben heute individuell viele Dinge sehr gut gemacht, aber was mir am besten gefallen hat, war die mannschaftliche Leistung auf dem Eis!”, resümierte Bullen-Dompteur Matt McIlvane den 3:0 Shut-Out-Erfolg seiner Crew gegen die Graz 99ers. Die Eis-Bullen sind damit wieder an der Tabellen-Spitze der heimischen Eishockey-Liga und halten Innsbruck und Bozen derweil in Schach.

Shut-Out! David Kickert bekam am Sonntag den Vorzug vor Atte Tolvanen und hielt seine Kiste gekonnt sauber.

Kärntner-Woche für Graz, Heim-Doppel für die Bullen

Am kommenden Wochenende kommt es für den Meister zum Heim-Doppel gegen Pustertal und den KAC, die 99ers kämpfen am Freitag gegen den Rekordmeister und am Sonntag an der Drau beim Villacher SV.


win2day Ice Hockey Legaue | Saison 2022/2023 | 4.Spieltag
Red Bull Salzburg vs. Graz 99ers 3:0 (2:0/1:0/0:0)

Tore:
1:0 |08.| Chay Genoway PP1
2:0 |13.| Peter Schneider
3:0 |32.| Paul Stapelfeldt

Zuschauer: 1.892
(Eisarena-Volksgarten)

Artikel: Mathias Funk
Fotos: GEPA