Der HC TIWAG Innsbruck feierte am Freitag einen 3:1-Heimsieg über Tabellenführer EC Red Bull Salzburg, der zuvor 18 Mal in Folge punkten konnte. Die weiteren drei Spiele des Tages wurden nicht in der regulären Spielzeit entschieden. Während sich der HC Pustertal nach einem fulminanten Comeback den Sieg im Südtiroler Derby holte, gewannen HK SZ Olimpija und die Steinbach Black Wings Linz nach Penaltyschießen.

Beim dritten Saisonvergleich zwischen dem HC TIWAG Innsbruck und dem EC Red Bull Salzburg erwischten die Gäste den besseren Start. Nachdem Kapitän Thomas Raffl die beste Chance vergab, wurden die Hausherren von Minute zu Minute stärker. In der zwölften Minute traf der Ex-Salzburger Nico Feldner schließlich aus kurzer Distanz zur Haie-Führung. Der zweite Durchgang der hochintensiven Partie verlief ausgeglichen, aber wieder nutzten die Hausherren ihre Chance und erhöhten in der 35. Minute in Unterzahl durch Ben Betker auf 2:0. Peter Schneider hatte nur eine halbe Minute später die Antwort und traf aus der Distanz mit einem Hammerschuss ins Tor von Thomas McCollum. Mit der knappen Innsbrucker Führung ging es auch ins Schlussdrittel, in dem sich die Tiroler einmal mehr für ihre Bemühungen belohnten: Daniel Leavens (47.) traf aus Halbdistanz genau ins Kreuzeck. Die Red Bulls drückten in der intensiven Schlussphase auf den Anschlusstreffer, konnten die Verteidigung der Gastgeber aber nicht mehr überwinden und konnten nach 18 Spielen erstmals keine Punkte anschreiben. Der HCI verbesserte sich mit dem zweiten Sieg in Serie auf Platz zehn.

Pustertal erneut Derbysieger

Nach zuletzt drei Siegen in Folge wollte der HCB Südtirol Alperia auch die Derby-Bilanz „zurechtrücken“, gewann doch Liga-Neuling Pustertal zwei von bislang drei Saisonduellen. Nach einem torlosen ersten Dritten, in dem sich beide Torhüter auszeichnen konnten, gingen die Füchse im Mittelabschnitt auch in Führung. Nach einem schnellen Konter schloss Brett Findlay in der 28. Minute erfolgreich ab, es war der erste Derbytreffer des 29-jährigen Kanadiers. Und sechs Minuten später erhöhte Domenico Alberga sogar auf 2:0. Dieser Vorsprung hielt bis weit ins dritte Drittel, erst in der 56. Minute schrieb Shane Hanna in Überzahl für die Gäste an. Nur kurz darauf glich Reece Willcox sogar aus und in der Overtime sicherte Verteidiger Emil Kristensen den Wölfen den nächsten Prestigeerfolg.

Linz und Ljubljana siegen im Shootout

Beim Duell zwischen dem HK SZ Olimpija Ljubljana und den ersatzgeschwächten spusu Vienna Capitals kam es zum Aufeinandertreffen zweier Tabellennachbarn. Nachdem beide Teams zuvor je ein Powerplay ausließen, brachte Wade Murphy die Hausherren in der 19. Minute durch einen Überzahl-Treffer in Führung. Zwar gelang Matt Prapavessis in der 26. Minute der Ausgleich, doch nur kurz darauf bezwang Guillaume Leclerc Wien-Goalie Bernhard Starkbaum zwischen den Schonern zur erneuten Führung der Slowenen. Ein Missgeschick in der Caps-Defensive führte sogar zum 3:1, doch dann traf erneut Prapavessis. Mit seinem ersten Treffer im Olimpija-Trikot stellte Bastien Maia (48.) die Zwei-Tore-Führung wieder her. Doch Wien gab sich nicht geschlagen und kam durch Matt Bradley und dem dritten Prapavessis-Treffer zum Ausgleich. Nach einer torlosen Overtime sicherte Murphy den Gastgebern mit dem einzig verwandelten Penalty den Extrapunkt.

Die Steinbach Black Wings Linz konnten ihr Comeback hingegen mit einem Shootout-Sieg krönen. Der Tabellenletzte geriet bei den Dornbirn Bulldogs bereits in der fünften Minute durch Simeon Schwinger in Rückstand. Die Hausherren erhöhten im Mittelabschnitt durch Colton Beck auf 2:0, doch Linz gelang auch dank Colin Smith die späte Aufholjagd. Zunächst verkürzte der 28-Jährige, dann leistete er die Vorarbeit zum Ausgleich durch Will Pelletier – zu diesem Zeitpunkt agierten die Gäste schon mit sechs Feldspielern. Und schließlich traf Smith im Penaltyschießen zum Auswärtssieg.

 

Foto: Vanna Antonello