“Ein Neubeginn mit Fokus auf Nachhaltigkeit”: unter diesen beiden Themen steht der Saisonauftakt der Black Wings Linz. Nach nur zehn Siegen in der vergangenen Saison, die für die Linzer bereits am 27. Februar endete,  war genug Zeit, um ein neues Konzept auf die Beine stellen zu können. Ziel ist es vor allem die Linzer Eishockeyfans in der neuen Saison wieder begeistern zu können.

Die wohl größte Neuheit der Stahlstädter ist der österreichische Headcoach Philipp Lukas, der selbst 18 Jahre als Stürmer im Kader der Black Wings stand. Von nun an wird er neben Linzer Trainerbekanntheiten, wie Jürgen Penker und Mark Szücs, versuchen den Linzer Eishockeysport wieder aufleben zu lassen. Mit den Ergebnissen der Vorbereitungsspiele war er durchaus zufrieden: „Wir hatten einen erfolgreichen Start in die Pre-Season. Es war schön, wieder viele Fans zu sehen, die uns unterstützt haben. Da war natürlich das Spiel gegen Berlin ein Highlight. Ich freue mich auf den Auftakt am Freitag.“ Gegen die Berliner Eisbären konnten die Linzer mit einem souveränen 4:3 überzeugen. Die erste Begegnung der Saison wird am Freitag, den 16.09., ab 19:15 gegen den VSV in der Keine Sorgen Eisarena stattfinden.

Zudem wollen die Black Wings, die sich durch viele Neuzugänge und den neuen Headcoach ein „Dreamteam“ zusammengewürfelt haben, auch Meister der Nachhaltigkeit werden. Dazu gehört einerseits die Vermeidung von Abfall bei Heimspielen sowie die umweltfreundliche Verpflegung und Mobilität. Andererseits liegt der Fokus im Gegensatz zu den vorherigen Saisonen, die von Streitigkeiten auf der Vorstandsebene geprägt war, wieder stark auf der Einbringung von jungen österreichischen Talenten an die Spitze des Eishockeysports: „Bei uns beginnen junge Menschen mit vier bis fünf Jahren zu lernen ein Team zu werden. Sie lernen, wie man miteinander kommunizieren und umgehen muss – um zum Erfolg zu kommen. Wir sehen es aber auch als unsere Verantwortung, ihnen zu helfen großartige und verantwortungsvolle Menschen zu werden. Im besten Fall begleiten wir junge Eishockeytalente vom Nachwuchs bis zur Profikarriere und im aller besten Fall, wie man an unserem Trainerteam sieht – sogar bis zur Karriere nach der Profisportkarriere.“, so Präsident Peter Nader bei der Pressekonferenz am 12. September.

Bei den Linzer Eishockeyfans scheint die neue Strategie gut anzukommen. Es wurden im Vergleich zum Vorjahr bereits viermal so viele Saisontickets verkauft. Auch der Bürgermeister der Stadt Linz, Klaus Luger, freut sich auf die Zukunft des Klubs: „Es ist wichtig, dass der Verein wieder nach vorne marschiert. Eishockey war das Verbindende in der Stadt. Dieses Team verdient eine Chance, sich zu entwickeln.“

aus Linz: Viktoria Hackl