Der EC Red Bull Salzburg und Hydro Fehérvár AV19 feierten am Sonntag im Viertelfinale der win2day ICE Hockey League den jeweils dritten Sieg und holten sich somit Matchpucks. Heimsiege bejubelten zudem die spusu Vienna Capitals und der EC GRAND Immo VSV – beide Teams gingen damit in ihren „best-of-seven“-Serien erstmals in Führung.

Der EC Red Bull Salzburg gewann auch das dritte Spiel im Playoff-Viertelfinale der win2day ICE Hockey League gegen Tesla Orli Znojmo mit 5:3 und führt damit in der „best-of-seven“-Serie mit 3:0. Knapp 2.000 begeisterte Zuschauer sahen in der Salzburger Eisarena eine hochspannende Begegnung, in der sich die Hausherren durch Nissner (5.) und Dalhuisen (14.) eine 2:0-Führung sicherten. Dann wurden die Gäste stärker und nachdem Tomas Svoboda noch im ersten Drittel der Anschlusstreffer gelang, glich Younan in der 28. Minute sogar aus. Nach der neuerlichen Salzburg-Führung durch Brennan glichen die Gäste wieder aus, doch dann legten die Hausherren in einer spannenden Schlussphase mit wahrem Playoff-Charakter nochmal zu: Brennan verbuchte mit seinem zweiten Tor den Game Winner und Florian Baltram erhöhte anschließend aus kurzer Distanz zum 5:3-Endstand.

Ebenfalls eine 3:0-Serienführung sicherte sich Hydro Fehérvár AV19. Die Ungarn erwischten im dritten Viertelfinal-Duell mit dem HC Pustertal einen Blitzstart, bereits nach 31 Sekunden traf Braeden Shaw zur Führung. Knapp 13 Minuten später schnürte der 29-jährige Stürmer seinen Hattrick – sein Schuss wurde zum zwischenzeitlichen 3:1 abgefälscht. Zwar brachte Dante Hannoun die Gäste in der 28. Minute noch einmal auf ein Tor heran, doch 17 Sekunden vor der zweiten Drittelpause erzielte Alex Petan bei doppelter Überzahl das 4:2. Im Schlussabschnitt ließ Fehervar nichts mehr anbrennen, Josh Atkinson traf erneut im Powerplay zum 5:2-Endstand.

Capitals drehen Serie gegen den KAC

Obwohl der KAC erst am Freitag den Serien-Ausgleich hinnehmen musste, kam der amtierende Meister mit viel Selbstvertrauen nach Wien-Kagran, gewannen die Rotjacken doch alle drei bisherigen Saisonduelle in der Hauptstadt. In einem ausgeglichenen ersten Abschnitt sorgte Routinier Thomas Koch vor 5.300 Fans mit dem einzigen Treffer für die Gäste-Führung. Im Mittelabschnitt drehten die Wiener die Partie jedoch zu ihren Gunsten: Lowry (23.) traf im Powerplay und Sascha Bauer enteilte kurz vor Drittelende der KAC-Defensive – für den 27-jährigen Wiener war es der erste Playoff-Treffer in seinem 41. Postseason-Spiel. Nach Wiederbeginn ging der offene Schlagabtausch weiter. Matt Fraser glich in Überzahl aus, eine weitere Powerplay-Möglichkeit konnte der KAC aber nicht nutzen. Kurz darauf stellte Nicolai Meyer auf 4:3 und in der 54. Minute bescherte Niki Hartl, der seine Scoring Streak auf fünf Spiele verlängerte, den Hausherren mit einem perfekten Abschluss sogar die Zwei-Tore-Führung. Zwar kam der KAC durch einen erneuten Fraser-Treffer nochmals heran, doch Meyer schob mit einem Empty Netter zum 5:3-Endstand ein.

VSV gewinnt torreichstes Playoff-Spiel

Ein historisches Playoff-Spiel lieferten sich Villach und Ljubljana, in dem es lange den Anschein hatte, als ob die Slowenen auf der Siegerstraße wären. Doch die Kärntner hatten immer eine Antwort parat. Nach dem frühen Führungstreffer von Bastien Maia (4.), glich Travis Oleksuk 15 Sekunden vor der ersten Drittelpause in Überzahl aus. Kurz nach Wiederbeginn gelang Olimpija ein Doppelschlag. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von John Hughes, stellte Ziga Pance (29.) mit seinem zweiten Tor des Spiels den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Doch Bacher, Kosmachuk und Richter drehten die Partie mit drei Toren binnen fünf Minuten zugunsten der Kärntner – 5:4 nach 40 Minuten. Doch diesmal ließen die Slowenen nicht locker und Leclerc glich im Powerplay aus. Ein erneuter Doppelschlag von Rick Schofield und Derek Joslin binnen 32 Sekunden sollte dann aber die Entscheidung bringen. Anton Karlsson traf per Empty Netter zum 8:5-Endstand. Die Partie zählt somit zu den torreichsten Playoff-Spielen seit Liga-Neugründung in der Saison 2000/01. Bislang fielen zweimal zuvor auch 13 Treffer, beide Male war Villach beteiligt (Zell am See – VSV 4:9 und KAC – VSV 5:8; jeweils 2000/01).

Foto: Bernd Stefan & Martina Bednar