Für die beiden Salzburger Luca Auer und Lukas Hörl geht es in wenigen Wochen zur Eishockey U20-WM nach Kanada. Mit Team Austria nehmen die waschechten Mozartstädter zwar die Rolle des klaren Außenseiters ein, in den Duellen mit den ganz großen Nationen wolle man sich aber dennoch nicht verstecken.

Finnland, Tschechien, Deutschland sowie Gastgeber Kanada. Die Gegner der österreichischen U20-Auswahl von Teamchef Marco Pewal haben es mehr als in sich. Die Rot-Weiß-Rote Crew geht zwischen Weihnachten und Silvester als klarer Außenseiter in die Medaillen-Kämpfe von Edmonton und Red Deer, verstecken braucht man sich auf der großen Bühne des Eishockeys aber nicht. Mit dabei sind gleich sechs österreichische Cracks aus der Red Bull Eishockey Akademie in Liefering. So vertreten mit Luca Auer, Lukas Hörl, Lukas Necesany, David Cernik, Oscar Maier und Lucas Auer gleich sechs Kufen-Cracks die Mozartstadt in Übersee.

Salzburger wohl größtes Eishockey-Talent des Landes

Besonders Luca Auer dürfte beim WM-Turnier der Jahrgänge ab 2001 auf den Listen der Talent-Scouts aus den besten Ligen der Welt stehen. Der gebürtige Salzburger zeigt mit seinen erst 17-Jahren eine bärenstarke Saison, ist nicht nur bei den Red Bull Hockey Juniors in der Alps Hockey League die treibende Kraft, sondern zählt auch ligaintern zu den punktbesten Akteuren. Der Stürmer glaubt auch das Rezept zu kennen, weshalb es bei ihm in der aktuellen Spielzeit so gut läuft: “Ich bin sehr zufrieden mit der bisherigen Saison. Ich spiele immer in einer guten Linie und auch die Stimmung in unserer Mannschaft ist sehr gut. Das macht es natürlich leicht für mich.”. Der Jung-Bulle durchlief in der Red Bull Eishockey Akademie nahezu alle Stationen und gilt mittlerweile als größtes Eishockey-Talent des Landes.

WM-Ticket schon im Sommer gezogen

Den Fahrschein zur WM nach Kanada fixierte der Linksschütze bereits im August. Beim Trainings-Camp in Zell am See wusste der Salzburger das ÖEHV-Trainerteam um den ehemaligen Eis-Bullen und mittlerweile U20-Headcoach Marco Pewal zu überzeugen: “Scheint so, als hätte ich einen guten Auftritt hingelegt!”, freute sich Luca Auer gegenüber eishockeyonline.at über die Nominierung für Team Austria.

“Wurscht, wer Gegner ist!”

Bei der U20-Weltmeisterschaft im kanadischen Edmonton und Red Deer nimmt die blutjunge ÖEHV-Auswahl die Rolle des Außenseiters nicht nur ein, sondern auch an. Wenn es um Gold, Silber und Bronze geht, wird Österreich keine große Rolle spielen. Die Pewal-Crew bekommt es in der Gruppenphase mit Finnland, Tschechien, Kanada und Nachbar Deutschland zu tun. Das DEB-Team reist ebenfalls mit zahlreichen Akademikern nach Alberta.

Auch wenn es gegen diese Nationen nur wenig zu holen geben wird, zeigt sich der Salzburger kämpferisch. Aufgeben ist keine Option: “Wir wollen uns nicht blamieren, müssen Vollgas geben und versuchen Chancen zu kreieren. Dabei ist es völlig wurscht, wer unsere Gegner sind!”. Internationale Luft durfte der stämmige Angreifer mit Gardemaß in dieser Saison auch schon schnuppern. In der Kampfmannschaft des EC Red Bull Salzburg erhielt der Youngster bereits in der heimischen Eishockey-Liga aber auch in der Champions Hockey League Einsätze: “Mit Hinblick auf die WM hilft das natürlich. Von den gestandenen Männern lernt man extrem viel!.”.

Jung-Bullen mit starker Saison

Die Spielzeit in der Alps Hockey League läuft für die Red Bull Hockey Juniors nahezu tadellos. Die Crew von Dompteur Teemu Levijoki zeigt abermals in der immer stärker werdenden Alpen-Liga, dass man sich gegen Topteams wie Jesenice, Feldkirch, Lustenau oder Neueinsteiger Zell am See nicht verstecken braucht und mehr als mithalten kann. Neben den Derby-Sieg gegen die Zeller Eisbären behielt man zuletzt auch in den Prestige-Duellen mit den kleinen Wienern sowie dem KAC Farmteam die Oberhand. Die mit einem Altersdurchschnitt von 18,78 blutjunge Bullen-Truppe festigte am Samstag mit einem 3:0 Erfolg gegen die Rotjacken die Top-5 in der AHL und ist mit 89 Treffern die torgefährlichste Mannschaft der Liga.

Kampfmannschaft profitiert

Auch die Eis-Bullen aus der bet-at-Home Ice Hockey League profitieren von den aufstrebenden Young-Guns aus der Akademie. Das Team von Matt McIlvane ist in der laufenden Spielzeit vom Verletzungs-Teufel geplagt, die Linien werden mit zahlreichen Youngsters aufgefüllt. Lob gab es in dieser Saison nicht nur vom Headcoach, auch Neuzugänge wie Benjamin Nissner zeigten sich beeindruckt: “Die jungen Burschen machen wirklich einen grandiosen Job am Eis und lernen wirklich schnell!”. Der Angreifer kam im Sommer aus der Bundeshauptstadt nach Salzburg und entwickelt sich mehr und mehr zum Führungsspieler im Bundesliga-Team der Red Bulls.


Artikel: Mathias Funk | Fotos: REDBULL/Gepa