Die EK Zeller Eisbären und die Adler Kitzbühel kreuzen zu Allerheiligen die Schläger. In der Bergstadt erwartet man zum Traditions-Derby volles Haus und auch sportlich können beide Teams in der bisherigen Saison zufrieden sein.

Sportlich dürfen sich die Zuseher in der KE KELIT Arena auf eine heiße Kiste freuen, zeigte schon die Vergangenheit, was dieses Derby alles zu bieten hat. Blickt man auf die Statistiken, duelliert sich auf dem Eis nicht nur der Vierte mit dem Sechsten, sondern auch zwei finnische Top-Stürmer. Adler Joonas Niemelä und EKZ-Star Tomi Wilenius halten derzeit beide bei 18 Scorerpunkten und stellen somit auch die vereinsinternen Topscorer. Beide Angreifer standen sich in der vergangenen Saison in der deutschen Oberliga bereits gegenüber und kennen sich somit nicht nur vom Papier. „Wir können Joonas nur verteidigen, wenn wir ihm nicht die Scheibe überlassen und gut skaten. Wir dürfen ihn nicht aus den Augen verlieren!“ – warnt EKZ-Star Wilenius von seinem finnischen Landsmann auf tiroler Seite.

Sturm-Ass Tomi Wilenius (EKZ) duelliert sich im Derby auch mit Landsmann Joona Niemelä. Beide halten derzeit bei 18 Scorerpunkten.

“Stimmung wird gigantisch werden!”

EKZ-Geschäftsführer Patrick Schwarz ist ebenso wie die gesamte Crew auf der Platte heiß auf das Derby zu Allerheiligen. „Das Duell gegen Kitzbühel hat einen großen Stellenwert für beide Vereine. Wir haben letzte Saison beide Spiele gegen Kitzbühel unnötig- aber verdient verloren und brennen deshalb noch mehr auf das Spiel und die Revanche am kommenden Dienstag. Es wird ein sehr schweres Spiel, da Kitzbühel heuer eine wirklich gute Mannschaft hat und auch zurecht dort steht, wo sie sind. In Zell am See wollen wir für unser großartiges Publikum und die besten Fans der Liga gewinnen und gehen davon aus, dass noch ein paar hundert Zuschauer mehr in die KE KELIT ARENA pilgern werden. Die Stimmung wird gigantisch werden und einem Leckerbissen der feineren Sorte steht nichts im Wege. Wenn wir von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert agieren, körperbetont spielen, viel Verkehr vor dem gegnerischen Tor erzeugen und unser gewohnt hohes Tempo gehen, dann sind wir daheim in unserem Hexenkessel nur schwer zu schlagen. Die Tagesform und auch die mentale Stärke werden entscheidend für den Gewinner des Prestige-Duells sein.“ – so der 31-Jährige.

“Müssen bis zum Schluss wachsam sein.”

“Ich erwarte ein schnelles und hartes Spiel bei vollem Haus. Zell am See hat eine tolle Mannschaft und wir müssen bis zum Schluss wachsam sein.” – warnt Präsident Volker Zeh bei den Gamsstädtern. Sportlich ist der Schwabe mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden und kennt bereits die Richtung für die kommenden Wochen. “Wir sind gut in die Saison gestartet, wollen das alles konservieren und weiter hart arbeiten. Die Saison ist noch sehr lange und wir versuchen, weiterhin unter den ersten acht in der AHL mitzuspielen” – fügt Zeh hinzu, welcher im Sommer gemeinsam mit dem Vorstand der Gamsstädter Marco Pewal an der Bande fixierte.

Sieht die Favoriten-Rolle beim EKZ! – KEC-Coach Marco Pewal freut sich auf’s Derby in Zell am See.

Favoriten-Rolle im Pinzgau

Der Kärntner Chefcoach der Adler fungiert seit dem Sommer erstmals als Headcoach einer Klubmannschaft und freut sich ebenso wie beide Organisationen auf das Derby: „Ein Derby hat immer einen ganz besonderen Charakter. Ich habe selbst einige Derbys in Kärnten gespielt und freue mich schon riesig auf das Match in Zell am See. Da ich selbst auch in der Bergstadt gespielt habe und meine Frau eine Zellerin ist, ist das natürlich noch spezieller für mich.“ – so der 44-Jährige Villacher, der die Rolle des „Außenseiters“ in der Gamsstadt sieht. „Ich erwarte ein sehr gutes Spiel. Die Eisbären sind ein echtes Top-Team in unserer Liga, besitzt Headcoach Martin Ekrt vier ausgeglichene Linien und ein sehr starkes Goalie-Gespann. Die Favoriten-Rolle sehe ich sicherlich im Pinzgau, jedoch kann in einem Derby immer alles passieren.“ – fügt Pewal hinzu, der in seiner Karriere gleich vier Liga-Titel einheimsen konnte.

Eisbären-Serie riss am Samstag

Am Samstag endete für den EK Die Zeller Eisbären eine sechs Spiele andauernde Siegesserie überraschend beim SHC Fassa Falcons (3:4). In der Tabelle haben die „Eisbären“ den vierten Platz inne. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt lediglich ein Punkt. Der EC Die Adler Stadtwerke Kitzbühel befindet sich als Tabellensechster ebenfalls in ausgezeichneter Form. Die Tiroler holten in den vergangenen sieben Spielen immer zumindest einen Punkt, sechs davon konnten sie sogar gewinnen. Zuletzt setzten sie sich gegen Cortina mit 5:3 durch. Mit 53 erzielten Toren stellt Zell am See die zweitbeste Offensive der Liga. Gleich drei Spieler, nämlich Tomi Wilenius (10 Tore), Henrik Neubauer (10) und Daniel Ban (8), liegen in der Torschützenliste aktuell in den Top-10. Auch am Dienstag sind einige Tore zu erwarten, allerdings auch von Kitzbühel. Denn die „Adler“ setzten sich in der vergangenen Saison in beiden Derbys durch und erzielten jeweils sieben Tore (7:4 & 7:6).

Artikel: Mathias Funk
Fotos: JBF/EKZ