In einem spannenden Derby feierten die Hockey Unterland Cavaliers am Samstag einen 4:3-Overtime-Erfolg bei den Rittner Buam und übernahmen wieder die Tabellenführung. Die sechs Spiele andauernde Siegesserie der Red Bull Hockey Juniors ging in Gröden zu Ende. Zudem feierten auch Zell am See, Kitzbühel und Lustenau Heimsiege.

Die 4:7-Auswärtsniederlage im ersten Duell war den Rittnern noch gut in Erinnerung, demensprechend motiviert starteten sie am Samstag in die Partie. Nach acht Minuten kombinierten sich Spinell und Julian Kostner nach vorne und letzterer verwandelte trocken zum 1:0. Die Gäste ließen das aber nicht auf sich sitzen und antworteten mit einem ähnlichen Treffer durch Moritz Kaufmann zum 1:1. Die Hausherren konnten danach aus einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Gabriel Galassiti kein Kapital schlagen. Nach zahlreichen Hochkarätern auf beiden Seiten, bei denen sich Rittens Treibenreif und Unterland-Goalie Giovanelli immer wieder auszeichnen konnten, schlugen die Cavaliers im Powerplay zu. In der 34. Minute zog Nyman aus der zweiten Reihe ab, seinen Flachschuss konnte Treibenreif mit den Beinschonern parieren, den Abpraller drückte Girardi aber zur Gäste-Führung ins Tor. Das Derby ging auch im dritten Drittel hochklassig weiter. Dabei gelang den Cavaliers nach sieben Minuten der nächste Treffer. Im Vier-gegen-Vier löste sich Kokoska im Slot und gab Treibenreif das Nachsehen. Zunächst wurden die Buam zwar nervös und handelten sich einige Zeitstrafen ein, doch ausgerechnet in doppelter Unterzahl gelang der Anschlusstreffer durch Simon Kostner. Und der Kapitän legte gleich nach: Nachdem Kevin Fink vom letzten Mann von den Beinen geholt wurde, gab es einen Penalty, den Kostner souverän einnetzte. In den letzten Minuten waren die Rittner dem Siegtreffer näher, doch er wollte nicht fallen. Und in der Overtime holten sich die Cavaliers den Zusatzpunkt, nachdem Wieser nach Kokoska-Assist zum 4:3-Endstand einnetzte. Damit übernahm der Liga-Neuling auch die Tabellenführung.

Siegesserie der Juniors geht zu Ende

Nach sechs Siegen in Folge kam der Erfolgslauf der weiterhin auf Rang drei liegenden Red Bull Hockey Juniors in Gröden zu Ende. Die Hausherren gingen in der achten Minute durch Leo Messner in Führung. Nach dem Salzburger Ausgleich traf Brad McGowan zum 2:1. Während das eigene Powerplay (insgesamt blieben sieben Überzahl-Situationen ungenutzt) an diesem Abend nicht funktionierte, fingen sich die Gäste in der ersten Unterzahl gleich einen Gegentreffer – Kyle Gibbon traf in der 26. Minute zum 3:1. Auf der anderen Seite bissen sich die Juniors bei Torhüter Colin Furlong regelrecht die Zähne aus. Juniors-Trainer Teemu Levijoki probierte es früh mit einem sechsten Feldspieler: Gröden-Routinier Michael Sullmann traf per Empty-Net zum 4:1, ehe Salzburgs Kapitän Heigl seine persönliche Point-Streak auf fünf Spiele (6 Tore, 7 Assists) mit seinem Treffer verlängerte. Schlussendlich traf McGowan abermals per Empty-Net zum 5:2-Endstand.

Heimsiege für Zell am See, Kitzbühel und Lustenau

Die Zeller Eisbären reagierten auf den schwachen Auftritt in Meran und sicherten sich gegen bissige Wipptal Broncos Weihenstephan einen 6:3-Heimsieg. Dabei taten sich die Zeller einige Zeit schwer, konnten die drei Punkte vor 1.700 Zusehern dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung jedoch verdient holen. Nachdem die Südtiroler zweimal in Führung gingen, drehte Zell am See die Partie im Mittelabschnitt zu seinen Gunsten. Auf Seiten der Hausherren traf Henrik Neubauer doppelt, in der Tabelle liegen die Salzburger weiterhin auf Rang vier.

Beim Spiel Kitzbühel gegen das KAC Future Team lief jedes Drittel ähnlich ab. Die Hausherren gingen in Führung, den Kärntnern gelang aber der Ausgleich. Als Lewis Hook die Tiroler in der 44. Minute zum dritten Mal an diesem Abend vorlegte, hatten die Adler wieder die besseren Karten. Doch KAC-Stürmer Maximilian Theirich schickte die Partie durch den erneuten Ausgleich in die Verlängerung. In der Overtime verziechnete zunächst KEC-Goalie Paul Mocher eine wichtige Parade. Auf der Gegenseite traf Jimi Kuronen zum Heimsieg.

Der EHC Lustenau gewann das erste Vorarlberg-Derby der Saison gegen den EC Bregenzerwald mit 6:0. Dabei konnten sich gleich sechs verschiedene EHC-Spieler in die Torschützenliste eintragen. Den Anfang machte Leon Schmeiser (7.) und Jonas Kutzer erhöhte noch im ersten Drittel auf 2:0. Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Wälder ihre stärkste Phase, doch Lustenaus Torhüter Erik Hanses hielt sein Tor sauber. Die erste nennenswerte Chance für Lustenau in der 26. Minute führte auch zum dritten Treffer für den EHC. Nach Vorarbeit von Philipp Koczera und Kapitän Max Wilfan erzielte Philipp Pöschmann durch eine Direktabnahme den dritten Treffer. In der 33. Minute dann die Vorentscheidung: Im Powerplay verbuchte Ryan Hayes aus einem Gestocher den vierten Treffer für das Heimteam. Mit dem schlussendlich klaren Heimsieg konnten sich die Lustenauer in der Tabelle weiter verbessern und liegen nun knapp vor den Wäldern.

Foto: Hockey-Sports-Fotos / Bernd Stefan