Am Donnerstag gingen gleich drei „best-of-five“-Viertelfinalserien der Alps Hockey League in ein Entscheidungsspiel. HDD SIJ Acroni Jesenice, der EHC Lustenau und die Rittner Buam setzten sich jeweils zuhause durch und sicherten sich den Halbfinaleinzug – damit stiegen schlussendlich die Top-4 nach dem Grunddurchgang auf.

EHC Lustenau – EK Die Zeller Eisbären 3:1 (1:0,2:0,0:1)

Angespornt vom heimischen Publikum setzten die Lustenauer die ersten Akzente und gingen durch Remy Giftopoulos in der achten Minute in Führung. Trotz weiterer Chancen für Lustenau blieb es bei der knappen Pausenführung. Auch zu Beginn des zweiten Abschnittes hatten die Gastgeber mehr vom Spiel. Nach Vorarbeit von Robin Wüstner und David Slivnik netzte Lucas Haberl in der 24. Minute zum 2:0 ein. Nun kamen auch die Zeller besser ins Spiel und hatten ihrerseits einige Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer. Doch EHC-Goalie Erik Hanses konnte seinen Kasten sauber halten. Kurz vor Drittelende sorgte Chris D’Alvise in Überzahl für die Vorentscheidung. Im letzten Spielabschnitt verwaltete der EHC den sicheren Vorsprung sehr clever. Die Gäste aus Zell am See schwächten sich immer wieder durch Fouls, der Ehrentreffer durch Daniel Ban kam zu spät. Lustenau trifft im Halbfinale auf Asiago.

HDD SIJ Acroni Jesenice – HC Gherdeina valgardena.it 2:1 (0:0,1:1,1:0)

Interessante Vorzeichen gab es vor dem fünften Viertelfinalduell zwischen Jesenice und Gröden. Die favorisierten Slowenen gewannen die ersten beiden Duelle, doch die „Furie“ schaffte prompt den Ausgleich in der Serie. Und obwohl Jesenice am Donnerstag zunächst mehr vom Spiel und auch ein frühes 5-gegen-3 Powerplay hatte, ging es torlos in die erste Drittelpause. Ausgerechnet in ihrer ersten Unterzahl trafen die Gastgeber, Erik Svetina druchbrach den Torbann in der 28. Minute. Doch Gröden agierte im Mittelabschnitt auf Augenhöhe und kam in der 36. Minute zum Ausgleich: Nach McGowan-Zuspiel versenkte Ville Korhonen die Scheibe. Im dritten Drittel gab Jesenice klar den Ton an (15:4 Torschüsse), die Partie stand jedoch lange 1:1. In ihrem vierten Powerplay schlugen die Slowenen aber zu, wieder war es Svetina (59.), der den Halbfinal-Einzug perfekt machte. In der nächsten Runde trifft die Zupancic-Truppe auf Ritten.

Rittner Buam – S.G. Cortina Hafro 5:1 (1:0,1:1,3:0)

Beide Mannschaften begannen sehr engagiert und fanden bereits in den Anfangsminuten einige Hochkaräter vor. So blieb nach wenigen Sekunden Osburn an De Filippo hängen, während auf der Gegenseite Johansson und Sanna Goalie Jake Smith warmschossen. In der achten Minute durften die Rittner dann doch jubeln, als sich Manuel Öhler den Puck erkämpfte, zum Alleingang ansetzte und den in der gesamten Serie überragenden De Filippo zwischen den Schonern erwischte. Das Mitteldrittel hätte aus Rittner Sicht nicht besser beginnen können, denn nach 41 Sekunden erzielte Jari Sailio aus kürzester Distanz das 2:0. Für die Ampezzaner war das Gegentor ein Weckruf, denn jetzt gab die Machacka-Truppe Vollgas und schnürte die Gastgeber phasenweise in deren Drittel ein. Die Bemühungen wurden in der 25. Minute durch einen Kaskinen-Treffer belohnt. Obwohl Cortina auf den Ausgleich drängte blieb es beim 2:1 nach 40 Minuten. Auch der letzte Spielabschnitt begann mit einem Rittner Highlight. Einen Sailio-Schuss konnte De Filippo nicht festhalten und Kapitän Simon Kostner staubte nach 24 Sekunden zum 3:1 ab. In der Schlussphase sorgte Simon Kostner mit einem Empty Netter für die Entscheidung, vier Sekunden vor Schluss erzielte Spinell in Überzahl sogar noch das 5:1. Zum ersten Mal in der AHL-Geschichte wurde eine „best-of-five“-Serie nach einem 0:2-Rückstand somit noch gewonnen. Im Halbfinale treffen die Rittner ab Samstag auf Jesenice.