Peter Schneider: "Der Deal war von Anfang an klar!"

 

(Interview) M.W: Im laufe der Saison verpflichteten die Vienna Capitals Peter Schneider. Der in Klosterneuburg geborene Stürmer legte eine außergewöhnliche Karriere hin. Der 26- Jährige wurde in Budweis ausgebildet und fand über Znojmo den Weg nach Übersee, wo es ihn zu Indiana Ice in die USHL schlug. Nach nur einer Saison in Indiana wechselte Schneider zur University von Notre Dame in die NCAA, ehe er 2015 bei Indy Fuel in der ECHL unterschrieb. Über einen kurzen Stop in Florida kehrte der immer besser werdende Rechtsschütze zurück in seine Heimat Wien, wo er erstmal bei den Vienna Capitals einen Vertrag erhielt. Eishockeyonline.at Redakteur Martin Windisch hat sich mit Peter Schneider getroffen um nicht nur über die üblichen Dinge zu sprechen.

 

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(Foto: Martina Bednar / eishockeyonline.at)

 


 

M.W. Hallo Peter, schön dass du dir Zeit für uns nimmst. Wie bist du zum Eishockey gekommen?

 

Peter Schneider: Meine Eltern wollten dass ich Sport mache, da gab es einen neuen Eishockeyverein in Klosterneuburg, die Pinguins. Das ganze hat mir voll getaugt und ich bin dabei geblieben.

 


M.W. Du bist mit 16 Jahren zu Budweis gewechselt. In diesem Alter sollte man eigentlich in die Schule gehen und eine Ausbildung anstreben. Budweis liegt ca. drei Stunden von Wien entfernt, wie wurde das bewältigt?


P.S: Ich war bereits mit 14 in der Slowakei, dann ein Jahr in Znaim und dann mit 16 in Budweis. Ich bin in Tschechien in die Schule gegangen, da konnte ich ja bereits die Sprache und dadurch gab es auch kein Problem.

 

 

M.W. Während du in der Slowakei und Tschechien warst hattest du auch Einsätze im Nationalteam der U16 & U18. Nach deinem Wechsel in die Staaten gabe es keine Einsätze bzw. Einberufungen mehr. Ist der Kontakt abgebrochen?


P.S: Es hat im College auch Kontakt gegeben, aber da die Saison drüben länger dauert, ist es sich eigentlich nie ausgegangen. Ich denke die Trainer hatten auch keine Zeit mich zu beobachten.

 

 

M.W. In deiner ersten Saison 2010/11 bei Indiana Ice warst du fünfter in der Punktwertung und hast es auch bis ins All-Star Team geschafft. Letzte Saison bei Kalamazoo hattest du eine hervorragende Spielzeit mit 59 Pkt aus 58 Spielen. 2017/18 fünf Spiele und sieben Assist. Die Saison fing also wieder gut an! Haben sie dich gern gehen lassen ?


P.S: (lacht) Die haben sicher alles versucht dass ich nicht nach Wien fliege, aber der Deal war von Anfang an klar, dass wenn sich was ergibt, ich zuschlagen muss, weil es sportlich für mich keinen Sinn mehr machen würde, da bin ich lieber daheim in Wien.

 

 

M.W. Ein Anruf der Caps reichte?

 

P.S: (lacht) ..Ja.

 

 

M.W. Du hast in den letzten Jahren sicher auch die Nachwuchsarbeit und deren Entwicklung beobachtet, was sagst du dazu?

 

P.S: Die Jugendarbeit hat sich in letzter Zeit einfach super entwickelt, Herr Schmid hat da die richtigen Schritte gemacht. Christian Dolezal macht mit seinem Team und den Trainern eine ganz tolle Arbeit. Es geht in die richtige Richtung!

 

 

M.W. Hast du für die Youngster oder Young Guns einen Tipp auf den Weg in Ihre Zukunft?


P.S: Die meisten haben eh eine gute Einstellung. Auch wenn man bei Eishockey mit Freude dabei ist, ist es nicht leicht  und mit viel Arbeit verbunden. Jeder sollte trotzdem schauen, eine ordentliche Ausbildung zu machen. Erstens weiß man nie was passiert, zweitens, wenn alles drum herum auch passt, dann geht's auch im Eishockey besser.

 

 

M.W. Nach dem letzten Spiel wurdest du von den Fans zum "Player of the Game" gekürt, was sagst du zu den Fans der Caps?

 

P.S: Die sind ja ein Wahnsinn in Wien, richtige Gänsehaut - Stimmung. Das hab ich auch drüben nie erlebt. Die Fans sind mit soviel Leidenschaft dabei. Das gibt allen Spielern einen riesigen Push. Ich hoffe dass es so bleibt.

 

 

M.W. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dir nicht die üblichen Fragen zu stellen.

 

P.S: (lacht) Ist sehr angenehm und mal was anderes.

 

 

 

Interview: Martin Windisch

 

 

 

 

 

 

 


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